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Neuss, Meerbusch, Düsseldorf
Bombenentschärfung beendet - Sperrungen wieder aufgehoben

Bombenentschärfung an der Stadtgrenze Neuss, Meerbusch, Düsseldorf
Bombenentschärfung an der Stadtgrenze Neuss, Meerbusch, Düsseldorf FOTO: Buchbauer, Andreas
  • Blindgänger bei Bauarbeiten an der Bataverstraße gefunden
  • Teile von Neuss, Meerbusch und Düsseldorf betroffen
  • Straßensperrungen ab 15.15 Uhr
  • Seit 17 Uhr alle Sperrungen aufgehoben

Der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Düsseldorf hat die Zehn-Zentner-Bombe unschädlich gemacht. Die Entschärfung sollte ursprünglich um 16 Uhr geschehen, wie die Stadt Neuss mitteilte. Weil die Evakuierung der Bols-Siedlung aber länger dauerte als geplant, verschob sich die Entschärfung auf 16.40 Uhr. Seit 17 Uhr ist die Entschärfung durch, alle Straßensperrungen wurden wieder aufgehoben. Die Autobahn 52 musste zwischenzeitlich gesperrt werden, ist aber inzwischen auch wieder frei.

An der Bombe befand sich ein spezieller Zünder, sodass  der Kampfmittelräumdienst das komplette Zündgehäuse entfernen musste. 

Die Karte zeigt den Evakuierungsradius und den erweiterten Gefahrenbereich rund um den Fundort. FOTO: Stadt Neuss

Bei der Bombenentschärfung wurden zwei Sicherheitsradien festgelegt: erstens Gebiete, in denen Gebäude evakuiert werden mussten. In Neuss waren laut Informationen unserer Redaktion hiervon vermutlich rund 350 Anwohner betroffen. Und zweitens Gebiete, für die ein sogenanntes luftschutzmäßiges Verhalten gilt. Das bedeutet, dass sich Personen zwar in Gebäuden aufhalten durften – jedoch nur in Räumen, die vom Bombenfundort abgewandt liegen.Direkt betroffen davon waren rund 2000 Anwohner in Neuss, Düsseldorf und Meerbusch sowie zahlreiche Betriebe und die Maria-Montessori-Gesamtschule in Meerbusch. 

Die A52 wurde ab 16.10 Uhr zwischen der Anschlussstelle Büderich und dem Kreuz Kaarst gesperrt, ist aber inzwischen wieder frei. Für den Verkehr freigegeben blieben die ganze Zeit die Bockholt- und die Burgunder-/Kevelaerer Straße.

Die Polizei hatte in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt und dem Amt für Verkehrsangelegenheiten zwischen 16.00 und 17.00 Uhr die Zufahrten zu den Straßen im betroffenen Gebiet gesperrt.

Straßensperrungen in Neuss:

  • Gladbacher/Eupener Straße
  • Bataverstraße
  • Niederdonker Weg
  • Graf-Landsberg-Straße
  • Leuschstraße
  • Eckener Straße

in Düsseldorf-Heerdt:

  • Vogesenstraße
  • Zülpicher Straße

in Meerbusch:

  • Weißenberger Weg
  • Schwalbenstraße
  • Lerchenstraße
  • Amselweg
  • Römerstraße
  • Hessenweg

Auswirkungen auf den Nahverkehr

Die Bombenentschärfung hatte auch Auswirkungen auf den ÖPNV. In Neuss fuhren ab etwa 15.15 Uhr die Buslinien 828, 841, 862 und 863 nicht mehr durch den gesperrten Bereich. Die Buslinie 828 konnte aufgrund der Entschärfung auch nicht ihren gewohnten Weg durch Meerbusch fahren. Sie wurde über den Laacher Weg und die Neusser Straße Richtung Neusser Hauptbahnhof umgeleitet. 

Auch die Rheinbahn in Düsseldorf war von der Bombenentschärfung betroffen. Der Betriebshof in Heerdt liegt innerhalb des ersten Sicherheitsradius und musste daher für rund eine Stunde geräumt werden. Nach Auskunft von Unternehmenssprecherin Heike Schuster waren zwei Buslinien von der Entschärfung betroffen: Die Linie 828 fuhr für die Dauer der Arbeiten eine Umleitung. Die Linie 863 endete am Handweiser, Busse fuhren von dort aus wieder in Richtung Nordfriedhof. Zug- und S-Bahnverbindungen waren nicht betroffen.

Nach Entschärfung der Bombe wurden die Bewohner mit Lautsprecherwagen und durch Radiodurchsagen informiert. 

Bei weiteren Fragen zur Bombenentschärfung hat die Stadt ein Info-Telefon eingerichtet. Dieses ist unter den Nummern 02131/905801, 905802, 905803 und 905804 zu erreichen. 

Dieser Text wird laufend aktualisiert.

(abu)
 
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