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Neuss/Dormagen
Boss der "Pfefferspray-Bande" zu über 14 Jahren Haft verurteilt

Neuss/Dormagen: Boss der "Pfefferspray-Bande" zu über 14 Jahren Haft verurteilt
Der Realmarkt in Neuss wurde im Jahr 2009 überfallen. FOTO: Woitschützke
Düsseldorf. Der Kopf der sogenannten Pfefferspraybande ist am Freitag in Düsseldorf zu 14 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht sprach den 41-Jährigen wegen 20 Raubüberfällen schuldig. Die Bande war unter anderem für Überfälle in Neuss und Dormagen verantwortlich.

Der 41-Jährige hatte mit seinen bereits verurteilten Komplizen insgesamt 650.000 Euro erbeutet. Begonnen hatte die Serie im Jahr 2008 mit Überfällen auf Super- und Baumärkte. Unter anderem überfielen sie den Möbel-Discounter "Roller" in Dormagen und den Realmarkt an der Bataverstraße in Neuss. Von 2010 an suchten die oft schwer bewaffneten Räuber Banken heim.

Die Bande schlug meist in Nordrhein-Westfalen zu und ging sehr brutal vor. Laut Anklage wurde den Überfallenen regelmäßig mit Erschießung gedroht, es hagelte Hiebe und Stromstöße aus einem Elektroschocker.
Ein kollabierender Zeuge bekam Pfefferspray ins Gesicht. Einmal wurde mit einer Maschinenpistole ein Schuss abgefeuert. In den Supermärkten und Banken drangen die Räuber bis in die Tresorräume vor.

Der Verurteilte akzeptierte das Urteil. Der Prozess hatte im März begonnen. Die Staatsanwaltschaft hatte 15 Jahre Gefängnis gefordert.

(url/dpa)
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