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Neuss
Breuer will Einbürgerungen festlicher gestalten

Neuss. 430 Einbürgerungen hat die Stadt Neuss im vergangenen Jahr verzeichnet, im Vorjahr waren es sogar 500. Wenn es nach Bürgermeister Reiner Breuer geht, sollen Neu-Neusser bald in einem festlicheren Rahmen als bisher die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten.

"Eine Einbürgerung ist doch etwas Feierliches", sagte der Sozialdemokrat bei der Wiedereröffnung des neu strukturierten Ausländeramtes, "ich würde mich freuen, wenn wir daraus einen Festakt machen, bei dem wir alle neuen Bürger zusammenholen". Die Veranstaltung könne laut Hermann Murmann, Leiter des Ausländeramtes, ein oder zwei Mal im Jahr stattfinden. In naher Zukunft sollen Details wie Veranstaltungsort, Datum und Umfang des Events geklärt werden. Infrage kommen unter anderem das Romaneum und das Zeughaus.

Neu eingerichtet werden soll bald auch das sogenannte Einbürgerungszimmer - ein Raum, der optisch mehr hermachen soll, als ein schlichtes Arbeitszimmer mit kahlen Wänden. "Wir wollen die Einbürgerungen nicht einfach nebenbei im Büro vornehmen, als wären sie ein ganz normaler Termin", erklärt Murmann die Hintergründe.

Breuer bezeichnet die Zahl der Einbürgerungen in Neuss zwar als hoch, dennoch sei der Schritt zur deutschen Staatsangehörigkeit für manche Menschen oft eine emotionale Herausforderung. "Viele haben eine starke Bindung zu ihrem Heimatland und zögern deshalb mit der Einbürgerung." Aufgrund der vielen Zuwanderer in den vergangenen Monaten und Jahren war die Umstrukturierung der Ausländerbehörde nötig geworden. Im Rahmen des Umzugs wurde zudem ein Service-Point eingerichtet, an dem nur Termine für die Verlängerung von Aufenthaltsgenehmigungen koordiniert werden. In diesem Bereich habe es laut Murmann zuvor einen Engpass gegeben, der dazu geführt habe, dass die Bürger teilweise sehr lange warten mussten.

(jasi)
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