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Neuss
Buchbender überrascht Schützen mit Rückzug

Neuss. Vizepräsident der Neusser Bürgerschützen steht nach 24 Jahren im Komitee als Kandidat nicht mehr zur Verfügung. Von Christoph Kleinau

Das Komitee hat Christoph Buchbender zur Wiederwahl vorgeschlagen - doch der Vizepräsident will nicht mehr. Mit Schreiben vom Sonntag setzt der 60-Jährige Komitee und Schützenpräsident Thomas Nickel davon in Kenntnis, für eine weitere dreijährige Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Seine Amtszeit endet damit regulär mit der Jahreshauptversammlung des Neusser Bürger-Schützenvereins am 18. November. Dann hat Buchbender, seit 1993 Vorstand der Rheinland-Versicherungsgruppe, 24 Jahre im Komitee voll.

Ein Nachfolger für Buchbender soll in diesem Jahr noch nicht gewählt werden, erklärt Nickel. Laut Satzung muss das Komitee aus neun bis elf Mitgliedern bestehen, aktuell ist die Riege vollzählig, so dass sie im nächsten Jahr mit zehn Köpfen voll handlungsfähig wäre. Wer die Aufgaben des Vizepräsidenten übernimmt, will das Komitee intern nach der Mitgliederversammlung klären. So, wie immer.

Nickel, der Ende 2017 sein Amt als Präsident zur Verfügung stellen will, hätte Buchbender gerne noch länger als Mitstreiter in diesem ständigen Festausschuss gehalten. Denn die Auslagerung aller Marketingaktivitäten in eine gemeinnützige GmbH trägt Buchbenders Handschrift. Die Gründung der gGmbH werde einvernehmlich erfolgen, sagt Nickel, nachdem die letzten Bedenken bei den Korpsführern ausgeräumt werden konnten. Dass Buchbender, der als ehrenamtlicher Geschäftsführer dieses Unternehmens im Gespräch war, diese Aufgabe nicht übernimmt, stand aber schon vor seinem nun angekündigten Rückzug aus dem Komitee fest.

Für den macht Buchbender berufliche und familiäre Gründe geltend. Er wolle mehr Zeit für sich, die größer gewordene Familie haben und sich weiter intensiv seinem Beruf widmen. Das, so Nickel, hätten Komitee und Korpsführer akzeptiert, bedauern aber diese Entscheidung, die für Nickel "zum falschen Zeitpunkt kommt".

Buchbender, der seine Schützenheimat im Zug "Greenhorn" und damit im Jägerkorps hat, ist seit zwei Jahren Vizepräsident. Ihm wurde auch Interesse am Präsidentenamt nachgesagt, doch soll für dieses Amt im nächsten Jahr auf Vorschlag des Komitees Oberschützenmeister Martin Flecken kandidieren. Weil 2017 gleich fünf Komiteemitglieder zur (Wieder)-Wahl anstehen, wird überlegt, ob sich zwei davon im November vorzeitig zur Wahl stellen.

Quelle: NGZ
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