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Neuss
Bürger gestalten alten Friedhof in Hoisten mit

Neuss. Der Rat hat gesprochen - nun hat der Bürger das Wort: Was soll aus dem alten Friedhof in Hoisten werden? Um diese Frage soll es am Donnerstag, 19. Mai, bei einer Bürgerinformationsveranstaltung gehen, zu der ab 17 Uhr in die Aula der Richard-Schirrmann-Schule an der Hoistener Schulstraße eingeladen wird.

Anlass für die Versammlung ist die Entscheidung, die zwischen Hochstaden- und Welderstraße liegende Friedhofsanlage aufzugeben. Durch den förmlichen Entwidmungsbeschluss des Rates im Dezember ist diese aus der Zuständigkeit der Friedhofsverwaltung herausgefallen. Nachdem im Ort schon das Gerücht einer Wohnbebauung auf dieser Fläche die Runde gemacht hatte, stellt die Verwaltung mit der Einladung zur Bürgerversammlung klar: Die 4500 Quadratmeter große Anlage, wo die verstorbenen Hoistener seit 1868 ihre letzte Ruhe fanden, sollen als Grünanlage neu gestaltet werden. Und zwar mit den Bürgern, die aufgefordert sind, Anregungen dazu zu formulieren.

Die Heimatfreunde Hoisten haben das bereits getan. Sie hatten früh das Gespräch mit der Friedhofsverwaltung gesucht. Danach kam für den Verein nichts anderes als eine Grünanlage infrage. Den Fußweg zwischen Welder- und Hochstadenstraße würde er gerne wiederhergestellt sehen, will aber auch den Friedhofscharakter und die Ehrengräber erhalten. Eine Infotafel mit einem Lageplan der vier Friedhofsparzellen sei dazu im Gespräch, berichtet Heimatfreunde-Vorstand Georg Schmitz. Auch Peter Evertz von der Friedhofsverwaltung geht davon aus, dass Aufbauten wie das Erinnerungskreuz für die Hoistener Opfer des Ersten Weltkrieges aufbewahrt werden. Die Grabstellen würden neutralisiert - wenn die Verstorbenen nicht schon längst auf den neuen Friedhof umgebettet wurden. Das Nutzungsrecht für das letzte Grab aus dem Oktober 1985 war im Vorjahr abgelaufen.

(-nau)
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