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Neuss
Bürger säubern Gelände am Hagelkreuz von Unkraut

Neuss. Vertreter der Nordstadt-Initiative und der Alevitischen Gemeinde Neuss haben gestern das Gelände rund um das Hagelkreuz an der Geulenstraße auf Vordermann gebracht. Initiiert wurde die Aktion von Fritz Becker, zusammen mit seinem Cousin Hans-Peter Schmitz war er auch der erste vor Ort - und musste gleich zwei Probleme lösen: Zum einen musste ein Wasseranschluss her, um den mitgebrachten Hochdruckreiniger in Betrieb nehmen zu können. Zum anderen musste Strom aus einem der angrenzenden Häuser fließen. Einig waren sich die Helfer rasch: Auf dem Gelände ist allerhand zu tun. "Eine Schande, wie es hier aussieht", betonte Hans-Peter Schmitz. "Zeit, dass angepackt wird."

Als Fritz Becker im Ort für das Vorhaben trommelte, sagte die Alevitische Gemeinde Neuss umgehend ihre Hilfe zu. Der zweite Vorsitzende Hüseyin Karabulut betrachtet dies als Selbstverständlichkeit. "Wir fühlen uns hier sehr wohl und gut angenommen. Und wir wollen uns integrieren und helfen, wo wir können", betonte Karabulut. Dass es sich beim Hagelkreuz um ein christliches Symbol handelt, spiele keine Rolle. "Wir sind sehr liberal und weltoffen, in unserem Glauben ist Jesus ein Prophet. Wir helfen gerne." Fritz Becker begrüßt das Engagement der Alevitien. "Das passt ja auch zum Motto der Nordstadt-Initiative. Es lautet: Wir wachsen zusammen", sagt er.

Gemeinsam wurde gestern angepackt - und auch die ein oder andere Einladung ausgesprochen, zum Beispiel zum Fastenbrechen. Denn die Alevitische Gemeinde, die in Neuss rund 180 Mitglieder zählt, beginnt morgen mit dem zwölftägigen Muharram-Fasten. Vor allem aber wurde gestern an der Geulenstraße tüchtig angepackt, um das Gelände rund um das Hagelkreuz wieder so herzurichten, dass es zum Verweilen einlädt.

(abu)
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