| 17.40 Uhr

Neusser Schützenfest 2016
Die wichtigsten Punkte des Sicherheitskonzepts

Neusser Schützenfest 2016: Das ist das Programm
Neusser Schützenfest 2016: Das ist das Programm
Neuss. Wenn ab Freitag in Neuss Kirmes und Schützenfest gefeiert werden, steht die Sicherheit der Schützen und ihrer Gäste an oberster Stelle. Schützenverein, Stadt, Ordnungsbehörden und Polizei haben ein Sicherheitskonzept erarbeitet. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

  • Erstmalig wird es bemannte Absperrungen geben, die teilweise weiter nach hinten - also vom Kirmesgelände weg - gelegt werden sollen. Hintergrund ist laut Ralf Hörsken, Beigeordneter der Stadt Neuss, dass man bei einem Fall wie in Nizza einen längeren Aktionspuffer habe, um zu reagieren. In Nizza war es am 14. Juli dieses Jahres zu einem Attentat auf der Promenade gekommen - ein Lkw raste in eine Menschenmenge. 86 Personen wurden getötet und mehr als 300 zum Teil schwer verletzt.
  • Es werden zusätzliche Sicherheitskräfte im Einsatz sein. Dies hängt aber laut Mario Meyen vom Schützenfestkomitee nicht mit einer verschärften Gefahrenlage zusammen, sondern mit der Tatsache, dass es mehr Auf- und Abgänge zu bewachen gebe.
  • Die Polizei befindet sich während des Schützenfestes in "erhöhter Alarmbereitschaft", sagte Polizeisprecherin Diane Drawe. Neben uniformierten Polizisten werden auch Beamte in Zivil unterwegs sein. Außerdem begleiten gemeinsame Fuß- und Jugendschutzstreifen von Stadt und Polizei das Schützenfest.
  • Kirmesplatz und Festwiese sowie der Innenstadtbereich sind Schwerpunkt-Einsatzorte der Beamten.
  • Personell und in Bezug auf die Ausrüstung der Beamten stellt sich die Polizei anhand des Sicherheitskonzeptes und tagesaktueller Bewertungen laufend auf die beim Fest gegebenen Umstände ein. Einige Einsatzkräfte werden unter anderem mit Maschinenpistolen ausgerüstet sein. Wie viele das sein werden und wo sie sich während des Festes aufhalten, sagt die Polizei nicht.
  • An der Hammer Landstraße wird eine mobile Wache eingerichtet. Sie ist erster Anlaufpunkt für Schützen und Besucher, die sich an die Polizei wenden wollen. 
  • Die Poliziei arbeitet eng zusammen mit den kommunalen Behörden, der Feuerwehr und den Rettungsdiensten.
  • Die Polizei geht von einem friedlichen Verlauf des Festes aus, da konkrete Hinweise auf eine Gefährdung nicht vorlägen. 
  • "Im Großen und Ganzen wird sich das Sicherheitskonzept nicht von dem der Vorjahre unterscheiden. Es gibt aktuell überhaupt keinen Anlass, an irgendeiner Stelle etwas zu ändern", sagt Meyen. Das Konzept aus dem letzten Jahr sei aber komplett auf den Prüfstand gestellt worden, dabei sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass man es großteils beibehalten könne, sagte Hörsken.

Der Neusser Bürgermeister Reiner Breuer geht nach eigenen Angaben mit einem guten Gefühl in das Schützenfest-Wochenende, "auch wenn es bei keiner Veranstaltung absolute Sicherheit gibt". Auch der Beigeordnete Hörsken betont: "Es gibt keine 100-prozentige Sicherheit, aber wir haben alles getan".

(jasi/lsa)
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