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Neusser Schützenfest
"Wildpinkler"-Schützen erhalten eine Abmahnung

Neusser Schützenfest 2016: Abmahnung für Wildpinkler
Mitglieder eines Schützenlustzuges urinieren am Montagabend durch einen Zaun auf der Festwiese. Nun erwartet sie eine Abmahnung. FOTO: NGZ
Neuss. Die Neusser Schützen, die vor einem Schießstand uriniert haben, müssen sich auf Nachspiel einstellen. Neben einer Standpauke erwartet die Männer eine Abmahnung.

Herbert Geyr, Major und Vorsitzender der Schützenlust, wird alle Mitglieder des Neusser Zuges, der am Montagabend auf der Festwiese durch Wildpinkeln in Frauenkleidung Anstoß erregt hatte, noch im September geschlossen in eine Vorstandssitzung zitieren.

Unabhängig von einer gehörigen Standpauke wird es auch eine schriftliche Abmahnung für den Zug geben. "Die gibt es nur ein Mal", sagt Geyr, der dieses Vorgehen mit Adjutant Kurt Koenemann und und Hauptmann Karlheinz Ackermann abgesprochen hat. "Wir haben schon einmal einen Zug hinausgeworfen", sagt Geyr.

In dem Zug, der sich bereits für das Fehlverhalten schriftlich beim Vorstand entschuldigt hat, hat zudem ein Prozess der "Selbstreinigung" eingesetzt. Dem Vernehmen nach soll einigen Kameraden, die es besonders doll getrieben haben, die Tür gewiesen werden. Es werde den Zug nicht ruinieren, sagt Geyr, der von "über 20 Jungs spricht", wenn fünf oder sechs Mann die Gemeinschaft verließen.

Durchgehen lassen will er das Verhalten den Schützen nicht. Die meisten seien schon acht bis neun Jahre aktiv und müssten die Verhaltensregeln kennen. Ob dem Zug noch weitere Konsequenzen drohen, ist derzeit noch offen. Das Verhalten könnte als Ordnungswidrigkeit geahndet werden, erklärt Polizei-Sprecherin Diane Drawe, allerdings werde die Behörde nicht aufgrund eines Zeitungsartikels tätig werden. "Das müsste jemand anzeigen."

(nau-)
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