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Neusser Schützenfest 2016
Oberst ließ antreten zur Schwitz-Parade

Neusser Schützenfest 2016: Oberst ließ antreten zur Schwitz-Parade
Der neue Oberst Walter Pesch meisterte den Ritt in der Hitze. FOTO: Woitsch�tzke, Andreas
Neuss. Oberst Walter Pesch und Adjutant Ben Dahlmann überzeugten bei der ersten Neusser Königsparade im neuen Amt - auch dank guter Vorbereitung. Von Andreas Buchbauer

Walter Pesch hat nicht mitgezählt, wie oft er diese Frage gehört hat. "Und - nervös?" - das wollte in den vergangenen Tagen fast jeder von ihm wissen. "Fünf Euro in die Spaßkasse", hat Pesch dann geantwortet. "Natürlich war ich nervös." Der 51-Jährige hatte ja auch allen Grund zu einer gesunden Portion Lampenfieber: Erstmals war Walter Pesch gestern bei der Königsparade als Oberst im Einsatz, mit dem Adjutanten Ben Dahlmann (31) an seiner Seite. Keine Frage: Die beiden haben eine ziemlich gute Figur in ihrer neuen Rolle gemacht. Es gab Lob von allen Seiten, und das will durchaus etwas heißen, schließlich ist das Duo in große Fußstapfen getreten: Vorgänger Heiner Sandmann und dessen Adjutant Volker Schmidtke ritten dem Neusser Regiment stolze 15 Jahre lang voran. Gestern begann nun eine neue Obristen-Ära bei der Königsparade.

Ruhig, mit der gebotenen Konzentration erfüllten Walter Pesch und Ben Dahlmann ihre Aufgabe. Der neue Oberst zeigte sich auf die Königsparade und den nachmittäglichen Festzug gut vorbereitet - und bescheiden. Pesch macht nicht zuviel Aufhebens um seine Person; er möchte im Sinne des Regiments dienen. Gut vorbereitet habe er sich auf die neue Aufgabe. Seine Familie hat ihn dabei unterstützt, die Schützenfreunde natürlich auch, und selbstverständlich hat er sich rege mit Ben Dahlmann ausgetauscht. "Wir sind ein gutes Team", sagt Pesch. Über Nervosität zu sprechen, widerstrebt ihm hingegen. "Man sollte da nicht zu sehr drüber reden, sondern sich auf seine Aufgabe konzentrieren." Man müsse in sich selbst ruhen, um diese optimal auszufüllen.

Fotos: Königsparade beim Neusser Bürgerschützenfest 2016 FOTO: Endermann, Andreas

Dennoch: Es wäre seltsam, wenn da kein Lampenfieber gewesen wäre. Das erste Mal bei der Königsparade an der Regimentsspitze zu stehen, vor mehreren Tausend Zuschauern, ist natürlich etwas Besonderes. Beim ersten Mal schauen schließlich alle ganz genau hin und möchten wissen, wie der neue Oberst sich an der Regimentsspitze macht. Und die Hitze kam gestern auch noch hinzu, die nicht nur den Reiter, sondern auch das Pferd belastet. All das merkte man Walter Pesch und seinem Adjutanten jedoch nicht an. "Natürlich ist es bei solchen Temperaturen zusätzlich anstrengend", sagt der Oberst. "Aber ich bin lieber verschwitzt, als vom Regen durchnässt unterwegs."

Der Mann, der jetzt das Kommando hat, ist ein Team-Spieler. Das zeigte er bereits beim Oberstehrenabend Anfang August, als ihn die Schützen zum Nachfolger von Heiner Sandmann wählten. Dass er einmal als dessen Nachfolger ins Gespräch kommen würde, habe er noch ein Jahr zuvor nicht erwartet - bis ihn Heiner Sandmann ansprach und fragte, ob er sich vorstellen könne, ihm an der Regimentsspitze zu folgen.

Königsparade beim Neusser Schützenfest 2016 (Teil 4) FOTO: Endermann, Andreas

Walter Pesch ist der 17. Oberst in der Geschichte des 1823 aus der Taufe gehobenen Neusser Bürger-Schützen-Vereins - und er hat seine Feuertaufe im Amt gestern gemeistert.

Im Video gibt es einige Impressionen von der Königsparade.

Neusser Schützenfest 2016: die Königsparade (Teil 3) FOTO: Berns, Lothar

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Quelle: NGZ
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