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"Schützenfest für Anfänger"
Wo sich Neu-Schützen vorbereiten

"Schützenfest für Anfänger": Wo sich Neu-Schützen vorbereiten
Hans-Dieter Nehr,Katharina Hall, Heinz Günther Hüsch und Achim Tilmes (v.l.) beim Schützenfest für Anfänger. FOTO: Salzburg
Neuss. Froh gestimmte Nüsser Röskes, altgediente Schützen, Nüsser Tön und ein kompetentes Erzählerteam - das Programm "Schützenfest für Anfänger" zeigte sich wieder einmal für die gesamte Schützenfamilie als die rechte Einstimmung auf das Fest.

Seit 1990 laden die Heimatfreunde Bürger ein, sich von kompetenter Seite über Hintergründe des Schützenfestes informieren zu lassen und einen geselligen Abend zu verbringen. Heimatfreunde-Vorsitzender Christoph Napp-Saarbourg hoffte angesichts der Zuhörermischung, dass noch Neues zu erzählen sei. Doch Jörg Geerlings wusste als begrüßender Bürgermeister-Stellvertreter, "dass man immer noch was lernen kann." Das konnte auf jeden Fall René Kankowski. Der 29-Jährige stammt aus Hannover und hat gerade die Arbeit im Amt für Wirtschaftsförderung aufgenommen. "Dieser Abend war ein guter Einstieg in die Neusser Seele. Was Besseres hätte ich mir gar nicht wünschen können."

Nachdem Ehrenvorsitzender Heinz-Günter Hüsch an wehrhafte Neusser Schützen vor dem Hintergrund der Belagerung der Stadt 1474/75 erinnert hatte, ließ Achim Tilmes anhand von Bildern - mal Platt, mal Hochdeutsch - die Zuhörer Neusser Schützenwahrzeichen - Eierdieb und Grenadiere, Kanalarbeiter, alte Kanone und Glockenspiel - erraten. Eine Steilvorlage für Katharina Hall, die sich in bestem Nüsser Platt temperamentvoll über Schützenvögel und das Vogelschießen amüsierte: "Es gibt viele schöne bunte Vögel im Umland. Und es gibt den Neusser Holzklotz."

Für Dieter Nehr war der Fackelbau viele Jahre ein Muss zum Schützenfest. Er zog den Bogen von bescheidenen Lampions zu heutigen technischen Kunstwerken; von kundigen Handwerkern bis zu Helfern, die man nur zum Bierholen gebrauchen konnte. Doch eines machte er klar: "Gestank, Beschallung, Wasser an den Großfackeln ist was für den Kappessonntagszug."

Bier war auch das Stichwort für Frank Hebmüller zum Thema Geschichte der Braukunst. Sein Fazit: "Egal, ob Alt, Pils oder Kölsch. Was haben die Schützen am liebsten? Freibier." Simeon Breuer stellte den Spieß als Ein-Mann-Ordnungsamt in den Mittelpunkt seines Vortrages: "Es gibt Vieles, was der nicht hören möchte. Dafür gibt es ja dann den Strafenkatalog." Was rundete den Abend ab? Kirmeslieder, die von den "Nüsser Tönches" unter Leitung von Peter Veiser die Zuhörer mitsingen ließen.

Quelle: NGZ
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