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Neuss
Burundi-Hilfe feiert Jubiläum mit großem Fest

Neuss. Der 50. Geburtstag wird am Sonntag im großen Garten des Klosters Immaculata zelebriert. Von Bärbel Broer

Pure burundische Lebensfreude im Klosterpark: Das erwartet die Besucher am Sonntag, 3. Juli, ab 12 Uhr im großen Garten des Klosters Immaculata. Anlass ist das 50-jährige Bestehen der Neusser Burundi-Hilfe, das mit burundischen Klängen, Spezialitäten, "Zukunftsziegen", einer Open-Air-Fotoausstellung und Exotischem zum Erleben gefeiert wird. Einen ersten Eindruck von dem geplanten Fest gab es gestern, als Jean Nsengyiumva, Batimbo-Trommler aus Burundi, seine 40 Kilogramm schwere Trommel in den Klosterpark hievte und zu rhythmischen Klängen sang.

"Burundi, du bist so schön - heißt das Lied", übersetzte Schwester Crescentia von den Neusser Augustinerinnen, die 22 Jahre lang in Burundi gelebt und geholfen hatte. Die Neusser Augustinerinnen mit ihrer Stiftung Cor unum und das ehrenamtliche Burundi-Komitee unterstützen seit 1966 das bitterarme Land, in dem über die Hälfte aller Bewohner mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen muss.

Seit über einem Jahr ist das Land zudem in einem bürgerkriegsähnlichen Zustand und bedarf noch mehr Hilfe. Diese erhofft sich Paul Neuhäuser, Vorsitzender der Geschäftsführung der St. Augustinus-Kliniken, ebenso von der Jubiläumsfeier wie: "Ein Fest für die ganze Familie, bei dem wir die Menschen mit dem Burundi-Fieber anstecken möchten."

Die St. Augustinus-Kliniken zählen zur Initiative "Neuss hilft Burundi", die in Aktionspartnerschaft mit Neusser Unternehmen, Vereinen und Bürgern die Unterstützung für die Partnerorden in Burundi ausbauen möchte. Schirmherr ist Bürgermeister Reiner Breuer.

Über sechs Millionen Euro kamen im vergangenen Jahrhundert zusammen und wurden für den Bau von zwei Krankenhäusern, mehreren Schulen sowie einem Zentrum für Menschen mit Behinderung eingesetzt. "Die Besonderheit der Neusser Burundi-Hilfe ist nicht nur ihre Dauer", sagte Berthold Bonekamp, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung der Neusser Augustinerinnen, "sondern, dass durch die Partnerschaft der Orden sofort klar ist, wo, was fehlt und wofür Spenden ausgegeben werden." Ein aktuelles Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekt trägt den ungewöhnlichen Namen "Zukunftsziege". Für 30 Euro kann in Burundi eine Ziege angeschafft werden, die bedürftigen Müttern die Existenzgrundlage durch Milch und Zicklein sichert. Bereits 70 Mitarbeiter der St. Augustinus-Kliniken sind auf "die Ziege gekommen" und haben das neue Projekt unterstützt.

Quelle: NGZ
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