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Unter neuem Namen
Caritas-Fachseminar wird zu Bildungszentrum

Unter neuem Namen : Caritas-Fachseminar wird zu Bildungszentrum
Caritas-Chef Norbert Kallen und Jutta Zeise enthüllten den neuen Namen "Hildegard-Pautsch-Bildungszentrum". FOTO: A. Woitschützke
Neuss. Wenn ein Name in gut 60 Jahren so etwas wie eine Marke geworden ist - warum ihn dann ändern? Auf diese Frage fand jetzt der Caritasverband im Rhein-Kreis nicht eine, sondern gleich zwei Antworten.

Er benannte das im April 1954 gegründete Fachseminar für Altenpflege nach Hildegard Pautsch weil, wie Caritasdirektor Norbert Kallen hervorhob, die ehemalige Diözesanoberin nicht in Vergessenheit geraten soll - und das von ihr geprägte Institut zu einem Bildungszentrum für Gesundheitsberufe erweitert wurde.

Die Umbenennung war der Caritas eine Feierstunde wert, zu der Jutta Zeise noch als Leiterin des Fachseminars für Altenpflege in die Aula der Einrichtung einlud. Sie konnte neben Kallen als Geschäftsführer der Caritas im Rhein-Kreis auch Caritasdirektor Helmut Loggen begrüßen, den zweiten Mann im Diözesanverband.

Pflegedozentin Barbara Otten, die mit exakt 30 Dienstjahren zu den Langgedienten im Fachseminar gehört, hatte in einer Präsentation die Geschichte der Einrichtung nachgezeichnet, die zunächst an der "Schulungsstätte der Caritas-Schwesternschaft" in Köln etabliert worden war. Der erste Lehrgang startete dort am 15. April 1959. Konzipiert hatte ihn die in Böhmen geborene Hildegard Pautsch (1901-1988), die die Leitung des sich darauf entwickelnden Fachseminars erst im Alter von 70 Jahren abgab. Dieser erste Kursus führte nach sechs Monaten zum Examen, schon der zweite Lehrgang nahm ein Jahr in Anspruch, heute sind es drei. Dass Absolventen im Bereich der Pflege begehrt sind, zeigen nicht zuletzt die Absolventenzahlen. So wurden im Vorjahr gleich vier Kurse zum Abschluss geführt.

Diese Schüler legten ihre Examina an der Adresse Buschhausen 16 ab, wo die Einrichtung seit 1992 ansässig ist. Zuvor war sie - seit April 1989 und dem Umzug nach Neuss - an der Rheydter Straße.

Als Bildungszentrum differenziert das Haus seine Angebote über die Altenpflege hinaus, richtet sich an Führungskräfte ebenso wie an Pflegende, die in der Palliativ-Betreuung oder der Pflege dementiell Erkrankter tätig sind. Alles im Sinne von Hildegard Pautsch, von der Wegbegleiterinnen noch heute sagen, sie habe ihr ganzes Leben der Caritas verschrieben, sich für die Schwesternausbildung engagiert und dafür eingesetzt, dass die Altenpflege ein anerkannter Beruf wurde.

(-nau)
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