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Neuss
Caritasverband sucht "Flüchtlingsreporter"

Neuss: Caritasverband sucht "Flüchtlingsreporter"
Unter anderem begleitet der Filmprofi Andreas Betten das Projekt. FOTO: Caritas
Neuss. Unter dem Titel "Neue Heimat" plant der Caritasverband einen Videoblog, für den sie junge Reporter suchen, nämlich jugendliche Flüchtlinge zwischen 14 und 18 Jahren.

Wie nehmen junge Menschen aus fremden Kulturkreisen ihr neues Umfeld wahr? Wie empfinden geflüchtete Jugendliche ihr Leben in Neuss? Was gefällt ihnen, was ist anders, was ist komisch? Diesen Fragen wollen die Sozialarbeiterin und Theater-Regisseurin Barbara Reimer sowie Filmprofi Andreas Betten in einem Projekt der "EFB balance" aufgreifen.

Unter dem Titel "Neue Heimat" planen sie einen Videoblog, für den sie junge Reporter suchen, nämlich jugendliche Flüchtlinge zwischen 14 und 18 Jahren. Dazu haben die Initiatoren Kontakte geknüpft zu den Flüchtlingsunterkünften, aber auch zum Integrationsrat der Stadt Neuss und zu Vereinen, die sich in der interkulturellen Arbeit engagieren.

"Die meisten haben ein Bild von Flüchtlingen. Aber welches Bild haben die Flüchtlinge von uns? Wie nehmen sie uns wahr, unsere Bräuche, unsere Lebensweise, vielleicht auch unsere Marotten? Das würden wir die Jugendlichen gerne erzählen lassen", erklärt Bärbel Reimer.

Gemeinsam mit Andreas Betten lädt sie junge Flüchtlinge zum ersten Treffen am heutigen Montag, von 16.30 bis 18.30 Uhr, in die "EFB balance" an der Kapitelstraße 30 ein. Bis zu zehn Teilnehmer können mitmachen. Sie sollen unter Anleitung des Filmprofis Andreas Betten eine Art Reporter-Team bilden und zu verschiedensten Themen Videobeiträge drehen. Das Material wird gesichtet, bearbeitet, geschnitten und als Videoblog veröffentlicht. Arbeitssprache ist deutsch, bei Bedarf stehen Dolmetscher zur Unterstützung bereit. Die Gruppe trifft sich jeden Montag. Das Projekt ist zunächst auf ein Jahr befristet.

"Die Herangehensweise soll unvoreingenommen und gerne auch ein wenig augenzwinkernd sein", sagt Betten. "Durch die aktive Arbeit mit der deutschen Sprache und die Auseinandersetzung mit der deutschen Kultur leistet das Projekt einen unmittelbaren Beitrag gelebter Integration. Wir können Flüchtlingen einen Eindruck von unserer Kultur geben, auch zu interkulturellen Spannungsfeldern wie dem Mann-Frau-Bild oder Themen wie Meinungsfreiheit", ergänzt EFB-Leiterin Dorothea Brilmayer.

Quelle: NGZ
 
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