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Neuss
CDU-Chefs auf Neusser Bühne

Zukunftskongress der NRW CDU in Neuss
Zukunftskongress der NRW CDU in Neuss FOTO: Andreas Woitschützke
Neuss. Die Polizei sorgte vor dem Swissôtel für Sicherheit: 700 prominente Gäste kamen zum CDU-Zukunftskongress nach Neuss. Trotz Jürgen Rüttgers und Ursula von der Leyen ­- für Hermann Gröhe war‘s ein strahlendes Heimdebüt. Von Ludger Baten

Der erste Lacher gehörte Andreas Krautscheid. Der designierte Generalsekretär der CDU-NRW begrüßte als Gastgeber seinen Kollegen auf Bundesebene, den Neusser Hermann Gröhe, in dessen Heimatstadt fröhlich als "Gast aus Berlin”. Was augenzwinkernd gemeint war, besaß einen realen Kern: Fünf Monate nach Amtsübernahme trat Gröhe am Freitag beim Zukunftskongress der nordrhein-westfälischen CDU erstmals als neuer Generalsekretär der Bundespartei in Neuss auf.

Bei seiner Heimpremiere war Gröhe dann auch der gefragteste Gesprächspartner und das meist fotografierteste Motiv unter den 700 Teilnehmern im Swissôtel.

Zwei Monate vor der Landtagswahl nutzte die CDU-Prominenz die Neusser Bühne, um sich in Szene zu setzen. Für den erkrankten Wolfgang Schäuble war Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen gekommen; das Landeskabinett war durch die Minister Karl-Josef Laumann, Christa Thoben und Barbara Sommer vertreten.

Bereits zum sechsten Mal bat die CDU-NRW zum Zukunftskongress. Am Freitag in Neuss ging es um "Die Krise und ihre Folgen: Neue Moral oder altes Casino?” Der Neusser CDU-Chef Jörg Geerlings blickte stolz in den Saal: "Es ist bemerkenswert für Neuss, dass so viele Persönlichkeiten aus heute in der Stadt zu Gast sind.”

Der Promi-Auftrieb bescherte der Polizei einen arbeitsreichen Tag. Sprecher Hans-Willi Arnold wertete die Veranstaltung als "etwas Herausragendes” für die Polizeiarbeit im Rhein-Kreis. Angaben zur Zahl der Einsatzkräfte machte er nicht. Das starke Aufgebot war aber unübersehbar. Aber alles blieb ruhig.

Entspannt blieb auch Swissôtel-Direktor Jörg Krauss. Die Veranstaltung bereite Freude, sei wertvoll für das Image des Hauses, doch bringe sie das Hotel nicht an seine Kapazitätsgrenzen: "Das beherrschen wir!” 150 Mitarbeiter waren im Einsatz. Abends schloss sich ein Bankett für 200 Gäste an.

Wie kam die Großveranstaltung nach Neuss? Hermann Gröhe winkte ab: "Die Weichen haben andere gestellt!” Matthias Heidmeier, Sprecher der Landespartei, antwortete pragmatisch: "Wer im Großraum Düsseldorf eine Veranstaltung dieser Größenordnung plant, hat immer das Neusser Swissôtel auf der Liste.”

Axel Pollheim, Düsseldorfer Netzwerker und Neuss-Kenner, formulierte es so: "Ein schönes Heimspiel für Hermann Gröhe ­ hat er sich auch verdient.”

Quelle: NGZ
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