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Neuss
CDU fordert mehr Sicherheit rund ums Marienviertel

Neuss. Nach der heftigen Anwohnerkritik an "unhaltbaren Zuständen" im Marienviertel hat nun auch die CDU Stellung bezogen. In einem Schreiben hat sich der Vorsitzende Jörg Geerlings direkt an die Mitglieder der Anwohnerinitiative gewandt - und Taten angekündigt. "Im Rat werden wir zur nächsten Sitzung einen Bericht von der Kreispolizeibehörde und der Stadt zur Drogenkriminalität in Neuss und dem Marienviertel einfordern", schreibt Geerlings und führt aus: "Leider haben die von uns in der Vergangenheit initiierten Schritte, wie die Vermeidung von Verstecken für Dealer, nicht den gewünschten Erfolg gezeigt." Die Verwaltung soll beauftragt werden, die Bestreifung des Marienviertels mit Kräften des Kommunalen Servicedienstes zu erhöhen. Wie bereits von Bürgermeister Reiner Breuer angekündigt, soll zudem ein Runder Tisch mit allen Beteiligten einberufen werden, um Lösungen zu finden.

Bereits beim vergangenen SPD-Bürgerdialog am Dienstagabend hatte Michael Ziege mehr Polizeipräsenz im Marienviertel gefordert. "Die Polizei ist mit der Gesamtsituation völlig überfordert", sagte der Fraktionsvorsitzende.

Hermann-Josef Baaken, Pressesprecher der CDU-Fraktion, möchte den Blick nicht nur auf das Marienviertel lenken. Schließlich existierten im Neusser Stadtgebiet weitere Problembezirke, die südliche Furth nennt Baaken als Beispiel. "Wir müssen ein Gesamtkonzept erstellen und konkret handeln."

Nach der NGZ-Berichterstattung über die Zustände im Marienviertel meldeten sich auch Anwohner anderer Ortsteile bei unserer Redaktion, um ähnliche Missstände zu melden. Unter anderem beschwerte sich ein Bürger über eine überdachte Spielfläche an der Karl-Arnold-Straße, die regelmäßig für "nächtliche Saufgelage" zweckentfremdet würde. Am Tag danach befänden sich oft zerbrochene Glasflaschen und leere Plastik-Hasch-Tütchen auf dem Boden und in den anliegenden Grünflächen. Die Folge: Jugendliche könnten auf dem Gelände kein Basketball mehr spielen. Auch die Fußballfläche sei aufgrund der vielen Glasscherben nicht mehr nutzbar. Es bestehe extreme Verletzungsgefahr - auch wenn die Fläche zweimal in der Woche sorgfältig durch den zuständigen Mitarbeiter des Neusser Bauvereins gereinigt würde.

(jasi)
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