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Neuss
CDU hat sechs Kandidaten für die Nickel-Nachfolge

Neuss. Die CDU spielt 6 aus 27. So viele Stadtverordnete nämlich haben sich in der Nachfolge von Thomas Nickel um das Amt des ersten stellvertretenden Bürgermeisters beworben. Der hat inzwischen der Fraktionsspitze signalisiert, nun doch zeitnah seinen Amtsverzicht nach 18 Jahren erklären zu wollen. Das hatte er eigentlich schon zur Jahreswende tun wollen. Damit kommt die Neuwahl am 29. Januar auf die Tagesordnung des Rates.

Angesichts dieser Kandidatenschwemme hat der Fraktionsvorstand allen eine Bedenkzeit bis Freitag eingeräumt. Die Fraktionsvorsitzende Helga Koenemann schließt aber nicht aus, dass die Bewerberriege eher größer als kleiner wird. Das ist nicht unrealistisch.

Ingrid Schäfer, die eigentlich nicht antreten wollte, wenn sich Angelika Quiering-Perl noch einmal für diese Aufgabe bewerben sollte, kündigte diese Verabredung gestern einseitig auf. "Frauen sollten sich nicht dadurch schaden, dass sie sich zu früh aus dem Rennen nehmen", sagte sie. Hinzu kam, dass mit Anne Holt eine dritte Frau in der Fraktion die Bereitschaft zur Kandidatur erklärt hat. Ihre offizielle Bewerbung will Holt noch auf den Weg bringen.

Neben diesen drei Frauen interessieren sich auch Thomas Kracke, Sven Schümann und Sebastian Rosen für dieses mit 1600 Euro monatlich dotierte Ehrenamt. Sie kandidieren für das Amt des ersten Stellvertreters, weil es keine Rochade in diesem Gremium geben wird. Jörg Geerlings, der ebenfalls zur CDU gehört und dritter stellvertretender Bürgermeister ist, hat Koenemann gegenüber erklärt, aus beruflichen Gründen nicht weiter aufrücken zu wollen. Gewählt wird CDU-intern in der Fraktionssitzung am Samstag.

Mit der Entscheidung für einen eigenen Bewerber, der sich der Unterstützung auch durch die SPD sicher sein kann, ist klar, dass die Union nun doch keines dieser Ämter der FDP anbieten wird. Das war erwogen worden, um die FDP enger an die schwarz-grüne Koalition zu binden. "Erst einmal bekommt die FDP gar nichts", sagt Koenemann.

Weil die CDU auch am Vorschlagsrecht für den neuen Sozialdezernenten festhält, kann das eigentlich nur heißen, dass sie nun doch die Kandidatur von Bürgermeister Reiner Breuer (SPD) für den Vorsitz im Aufsichtsrat des Bauvereins unterstützt. Denn die SPD hatte ihrerseits die Bewerbung von Elisabeth Heyers für den Aufsichtsrat der Stadtwerke mitgetragen. Zudem gibt es auch bei der CDU Stimmen, die diese Lösung favorisieren.

(-nau)
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