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Neuss
CDU-Ratsherr Welsink fordert große Lösung für das Stadion

Neuss. Mit seiner Forderung nach einer großen Lösung für das Stadion an der Jahnstraße, die auch "offene Spiel- und Bewegungsräume" für vereinsunabhängige Sportler bereithält, versucht Dieter W. Welsink die innerstädtische Sportstätte aus dem Standortstreit für Kunstrasenplätze herauszuführen: "Die Aufwertung des Jahnstadions sollte ganzheitlich und im Kontext der gesamtstädtischen Sportentwicklung betrachtet werden. Machen wir nicht den Fehler und setzen den zweiten Schritt vor dem ersten." Die Weiterentwicklung des Jahnstadions dürfe nicht, so der CDU-Politiker, "auf das für und wider eines Kunstrasenplatzes reduziert werden".

Damit bestätigt Welsink, der schon Vorsitzender des Kreissportbundes war und heute Chef der CDU im Kreistag ist, die offizielle Position seiner Partei in der Neusser Sportpolitik. Sie hat sich festgelegt, der Empfehlung des Sportentwicklungskonzeptes zu folgen, und Kunstrasenplätze auf den Bezirkssportanlagen Norf und Gnadental bauen zu lassen; nicht aber im Stadion. Diese Marschrichtung hatte bereits den sportpolitischen Sprecher der CDU-Ratsfraktion, TG-Chef Mario Meyen, gestört. Er hatte eine Investition "im Jahnstadion als richtiger empfunden" und lässt seither aus Protest seine sportpolitischen Aufgaben ruhen. Mit Welsinks Vorstoß wird deutlich, wie isoliert Meyen in dieser Frage ist.

Bekannt ist, dass die Vereine VfR 06, FC Vatan und DJK Novesia mit dem Ziel in Kontakt stehen, im Stadion ein Fußballzentrum zu bilden - das dann auch einen Kunstrasenplatz benötigt. Hinter dieser Idee steht auch der SPD-Ratsherr Sascha Karbowiak, der - wie Welsink - im Stadionviertel seinen Wahlkreis hat. Welsink schlägt für das Stadion eine Sport- und Freizeitfläche für alle Generationen vor: "Es realisiert damit vor Ort das Leitbild einer sport- und bewegungsfreundlichen Stadt", das sowohl Wettkampfsport (Tennis, Hockey) als auch Trend- und Freizeitsport ermöglicht.

(lue-)
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