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Neuss
Cornelius Janßen fordert FDP-Vorsitzenden heraus

Neuss. Cornelius Janßen wird sich um den Vorsitz in der etwa 100 Köpfe zählenden Neusser FDP bewerben und beim Stadtparteitag im Februar gegen den amtierenden Michael Fielenbach antreten. Von seiner Entscheidung informierte der 50-Jährige am Montag den Parteivorstand. Die Reaktion sei verhalten gewesen.

Der in der Vermögensverwaltung tätige Investmentmanager wird unter anderem vom ehemaligen Vorsitzenden Miroslav Pavetic und dem Stadtverordneten Hermann-Josef Verfürth unterstützt. Damit ist eine Bruchkante beschrieben, die sich quer durch Fraktion und Partei gebildet hat. Denn beide waren wie Janßen der Überzeugung, dass die FDP im Vorjahr zur Bürgermeisterwahl einen eigenen Kandidaten hätte aufbieten müssen. Fielenbach und seine Anhänger im Vorstand waren anderer Ansicht und unterstützten den CDU-Bewerber. Dessen Niederlage sei damit auch eine Niederlage der FDP, sagt Janßen, der schon das Kommunalwahlergebnis vom Mai 2014 als Entscheidung der Bürger "gegen die Verkrustung" gewertet hatte, für die die CDU stehe - bis 2014 Koalitionspartner der FDP.

Dass sich in der CDU nun eine Gruppe um Michael Werhahn gebildet hat, die im Nachgang der verlorenen Wahlen den amtierenden Vorstand ablösen will, wertet Janßen als Zeichen dafür, dass "es auch dort ein Problembewusstsein gibt". Die FDP dürfe aber nicht auf die CDU warten, sondern müsse ihre eigenen Schlüsse ziehen, um bei den Wahlen 2020 die Chancen nutzen zu können, "die wir in Neuss eigentlich haben".

Janßen gehört der FDP seit 1985 an und sitzt seit 2014 im Stadtrat. Als Student gehörte er in Nürnberg ebenso zum Kreisvorstand der FDP wie in seinen 17 Jahren in Leipzig, wo er auch Bundestags- und Landtagskandidat der FDP war.

(-nau)
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