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Neuss
Dämpfer für das Haus der Jugend

Neuss: Dämpfer für das Haus der Jugend
Das Haus der Jugend geht in eine ungewisse Zukunft. FOTO: Bartel
Neuss. Ausschuss macht dem Trägerverein kaum Hoffnung auf die erhoffte Pauschale. Von Simon Janssen

Beim Trägerverein des Hauses der Jugend dürfte die Hoffnung auf eine jährliche Pauschale der Stadt in Höhe von 48.000 Euro schwinden. Zwar beauftragten die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses jetzt die Verwaltung, gemeinsam mit dem Träger anstehende Sanierungsmaßnahmen in einem Plan zusammenfassen, ihre Finanzierung sicherzustellen und sich auf eine "angemessene Unterhaltungspauschale" zu einigen. Doch welche Summe "angemessen" ist, da gehen die Meinungen noch weit auseinander.

Laut Jugendamtsleiter Markus Hübner hätte die Stadt dem Trägerverein bereits mitgeteilt, rund 16.000 Euro vertreten zu können. Bleibt also eine stolze Differenz von 32.000 Euro. Und auch Marc Vanderfuhr (SPD) machte deutlich: "Eine kleine Pauschale für Reparaturen zur Verfügung zu stellen, halte ich für sinnvoll. Diese ist aber weit weg von den knapp 48.000 Euro."

Nach den Gesprächen sollen die Höhe der Pauschale sowie die anstehenden Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen für das in die Jahre gekommene Gebäude dem Finanzausschuss vorgelegt werden.

"Für uns ist das nur eine Lösung auf Zeit", machte Monsignore Guido Assmann, Vorsitzender des Trägervereins "Offene Tür Neuss", auf Nachfrage unserer Redaktion deutlich. Laut des stellvertreten Vorsitzenden Albert Wunsch würde mit den geforderten 48.000 Euro sogar nur die "Benachteiligung des Hauses" ausgeglichen. Die Träger der anderen großen Jugendeinrichtungen hätten nämlich den Vorteil, dass sie nicht in einem eigenen, sondern in einem städtischen Gebäude untergebracht sind. Und das zahle sich bei Kosten für den Gebäudeerhalt aus. "Wenn dort etwas repariert oder saniert werden muss, ist die Stadt am Zug. Wir hingegen müssen die Kosten selbst tragen", betont Wunsch. Der Trägerverein könne dies nicht mehr stemmen. Zuletzt machte das Haus der Jugend ein Defizit zwischen 30.000 und 60.000 Euro jährlich.

Um ihren Unmut zu verdeutlichen, verteilten die Verantwortlichen vor dem Jugendhilfeausschuss Flugblätter. Zudem verfolgten zahlreiche Jugendliche die Sitzung.

Quelle: NGZ
 
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