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Stiller Star Arboretum
Das Baummuseum im Selikumer Wald

Neuss. Nach Führung durch Grünanlage: Heimatverein fordert ein Parkpflegewerk und mehr Info-Tafeln.

Reuschenberg (lue-) In einem "toten Winkel" der Öffentlichkeit bewahrt sich Neuss eine Sehenswürdigkeit, die ein stiller Star unter den grünen Oasen in der Großstadt ist: das Arboretum, 1955 geschaffenes lebendiges Baummuseum im Selikumer Wald (Park), der aber zum Stadtteil Reuschenberg gehört. Auf Initiative von Heinrich de Cleur wurden dort einst Bäume gepflanzt, die vor mehr als drei Millionen Jahren in der Region heimisch waren - von Amberbaum bis (Sumpf-)Zypresse. Doch unter Umwelteinflüssen und Stürmen ("Ela") hat der Bestand im Arboretum gelitten.

Das muss nicht schulterzuckend hingenommen werden. Diese Ansicht vertritt Marlene Conrads (64). Nach einem Rundgang durchs Arboretum bietet die zupackende Vorsitzende des im Jahr 2000 gegründeten Heimatvereins Gartenvorstadt Reuschenberg an: "Zur weiteren Entwicklung des Arboretums würden wir gern nachhaltig beitragen und bieten der Verwaltung unsere Mitarbeit an." Bereits vor zwei Jahren half der Heimatverein mit einer zweckgebundenen Spende für die Neubeplankung von zehn Sitzbänken im Selikumer Wald. Doch damit soll nicht genug sein. Conrads: "Wir würden gern noch mehr für das Arboretum tun dürfen."

Mehr als 40 Teilnehmer ließen sich am Samstag durch das Baummuseum führen. Viele hatten dabei ihre Arboretum-Premiere, andere besuchen dieses besondere Stückchen Neuss regelmäßig. Bei einem Abschlussgespräch listete die Gruppe Handlungsempfehlungen auf: effektive Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen, Hinweisschilder an den Eingängen (nicht nur am Linnéplatz), Infotafeln für Bäume und Pflanzen, mehr Sitzgelegenheiten, ein pädagogisches Konzept erstellen, verstärkte Öffentlichkeitsarbeit.

Quelle: NGZ
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