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Neuss
Das Clemens-Sels-Museum schafft sich neuen Platz für Kunst

Neuss. Einfach nur den Internationalen Museumstag feiern - das ist dem Team des Clemens-Sels-Museum um Direktorin Uta Husmeier-Schirlitz zu wenig. Wobei das Programm am Sonntag (bei freiem Eintritt) natürlich diverse Sonderangebote bereit hält. So werden zwei Workshops für Kinder angeboten, Führungen zur Kunst der Symbolisten, und es gibt die letzte Chance, sich die am Sonntag endende Ausstellung "Italien so nah - Johann Anton Ramboux" unter fachkundiger Leitung zu besichtigen. Und alles natürlich unter dem aktuellen Museumstag-Motto "Lichtgestalten", was mal wörtlich, mal sinnbildlich (nämlich Licht als Gestaltungselement) genommen wird.

Aber am Internationalen Museumstag wird auch neue Kunst präsentiert. Das Grafische Kabinett wurde freigeräumt für eine Installation von Paul Schwer, der dem Haus nach der "re:set"-Ausstellung zur Wiedereröffnung im vergangenen Jahr sein Mobilé fürs Treppenhaus geschenkt hat. Nun bekommt seine Kunst einen besonderen Raum - nämlich draußen. Dort wo, der Napoleonstein stand (der gereinigt im Museum wieder aufgestellt wird), wurde eine Fläche geschaffen, auf der künftig immer mal wieder ein Kunstwerk platziert wird. Schwer macht den Anfang mit seiner rund sechs Meter hohen Arbeit "Billboard Painting". Eine Lichtskulptur, die sich an anderen Orten schon als besonderer Treffpunkt in der Stadt behauptet hat. Mit der Wand aus großen Farbelementen knüpft Schwer an jene Werbeflächen an, die ihn bei einem Studienaufenthalt in Shanghai beeindruckt haben.

"Billboard Painting" ist indes nur der Anfang. Etwa Ende Juni wird die Arbeit einer neuen Skulptur weichen, die unter Schwers Leitung derzeit in Ratingen entsteht. Wie sie aussehen wird, kann im Grafischen Kabinett besichtigt werden. Denn dort steht ein Modell von "Shining Shelter", eine Arbeit, die rund fünf Meter hoch sein wird. Eine Ahnung vermittelt zudem seine Installation "Archäologische Fundstelle Neuss im Jahr 3000". Mit Material, was einst von uns übrig bleiben könnte: LED-Leuchten, Alu-Stangen und Plastik. Bis 3. Oktober soll "Shining Shelter" stehenbleiben und das Neusser Haus so zu einem "24-Stunden-Museum" machen, wie Husmeier-Schirlitiz sagt.

Info Am Obertor, Sonntag, 22. Mai, ab 11.30 Uhr

(hbm)
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