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Kommentar
Das Ende der Behaglichkeit

Neuss. Hand aufs Herz: Obwohl seit Monaten über das Thema Flüchtlinge gesprochen wird – nennenswerte Opfer hat das den Neussern noch nicht abverlangt. Mit dieser Behaglichkeit ist es vorbei. Von Christoph Kleinau

Auch wenn der Bürgermeister betont, die Nutzungskonflikte möglichst klein halten zu wollen – durchzuhalten ist das nicht. Nur mal laut gedacht: Wenn das Gebäudemanagement vorrangig daran arbeitet, Unterkünftige für Flüchtlinge ausfindig zu machen – kann es gleichzeitig Vorhaben wie Kita-Ausbau oder die Sanierung der Schultoiletten in der gewünschten Eile vorantreiben? Vermutlich nicht. Weil zudem niemand weiß, wie viele Menschen in Neuss Schutz suchen, noch, wie viel Geld das Land zur Bewältigung dieser Ausgabe dazugibt, ist der Etat für 2016 enorm risikobehaftet.

Der Kämmerer hat das schon durchgerechnet und eine Zahl genannt: 25 Millionen Euro. Die hat er sicher nicht unter dem Kopfkissen. Die Verantwortlichen ringen um eine größtmögliche Geschlossenheit. Die wird nicht erreicht, wenn Fakten ungenannt bleiben – sondern eher gefährdet.

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