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Rhein-Kreis Neuss
Das sind die "Helden im Alltag"

Rhein-Kreis Neuss: Das sind die "Helden im Alltag"
Die Nominierten, die Jury und die Sieger der RWE-/NGZ-Aktion "Helden im Alltag": Gisela Nagel (3.v.l.), Maria und Bruno Kurzbach (4.v.l., 2.v.l. hintere Reihe) und Tim Wiewiorra (3.v.r., hintere Reihe). FOTO: Michael Reuter
Rhein-Kreis Neuss. Die NGZ-Leser haben entschieden: Per Telefon konnten sie den zehn von einer Jury nominierten Kandidaten ihre Stimme geben. Gisela Nagel, das Ehepaar Kurzbach und Tim Wiewiorra sind die drei Erstplazierten. Von Anneli Goebels

Laut einer Studie sind 30 Prozent der deutschen Bevölkerung ehrenamtlich im Einsatz. Zehn von ihnen waren gestern ins Zechenhaus Tagebau Garzweiler gekommen. Sie waren von einer Jury aus 36 Bewerbungen ausgewählt worden und hatten sich den NGZ-Lesern zur Wahl gestellt.

Zum sechsten Mal riefen RWE und NGZ zur Suche nach "Helden im Alltag" auf und fragten so nach Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und Verantwortung übernehmen, die im Stillen Großes leisten.

Ihren unermüdlichen Einsatz lobte Hans-Ulrich Klose, Jury-Vorsitzender und stellvertretender Landrat, der betonte, wie schwierig es sei, Menschen für längere Zeit für ehrenamtlichen Einsatz zu begeistern. "Ohne Sie wäre die Gesellschaft um einiges ärmer", sagte Jürgen Steinmetz, ebenfalls Jurymitglied und allgemeiner Vertreter des Landrats.

Lutz Kunde, Leiter des Tagebaus Garzweiler und gestern Gastgeber, bediente sich eines Zitats von ZDF-Redakteur Peter Hahne: "In unserer zerfahrenen Zeit brauchen wir Menschen, die sammeln und nicht zerstreuen. Die Werte nicht belächeln, sondern befördern. Die sich trauen und nicht verstecken. Die nicht nur Tagesform haben, sondern auch Lebensziele." Und Frank Kirschstein dankte den zehn Kandidaten für ihren Weg, konkret Hilfe anzubieten. "Sie sind geerdet", meinte der stellvertretende NGZ-Redaktionsleiter.

744 NGZ-Leser nahmen den Telefonhörer in die Hand und würdigten damit das Engagement aller. Zur Siegerin 2011 kürten sie Gisela Nagel aus Elsen. Die 81-Jährige betreut in verschiedenen Pflegeheimen Kranke und Demente.

Zurzeit nimmt sie an einem einjährigen Ausbildungsprogramm über Palliativ-Betreuung teil. Ihr Preis: 2000 Euro. Auf den zweiten Platz wählten die NGZ-Leser das Ehepaar Maria und Bruno Kurzbach aus Erfttal. Seit 16 Jahren sind die 66-Jährige und der 71-Jährige die guten Geister im St. Josef Altenheim in Grimlinghausen, arbeiten dort in der Caféteria, begleiten Ausflüge, basteln für Basare oder beaufsichtigen demente Bewohner. Ihr Engagement wurde mit 1500 Euro bedacht.

Die drittmeisten Stimmen erhielt der jüngste Kandidat: Tim Wiewiorra. Der 25-Jährige ist Vorsitzender der Kolping-Jugend Rosellen. Dort organisiert der Elektrotechnik-Student nicht nur die Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche, sondern auch die wöchentlichen Gruppenstunden. Dafür gab es 1000 Euro. Die sieben restlichen Kandidaten erhielten für ihre Projekte eine Anerkennung von jeweils 250 Euro.

Dass alle Nominierten "Helden im Alltag" sind, betonte die Jury nochmals zum Schluss der Veranstaltung, verbunden mit der Bitte: "Lassen Sie in Ihrem Engagement nicht nach."

Quelle: NGZ
 
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