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Freizeit-Tipp
Das unterirdische Neuss ist heute noch erlebbar

Neuss. Das Damenstift von St. Quirin ist zwar seit Beginn des 19. Jahrhunderts aus dem Stadtbild verschwunden. Wer aber dem einst stadtprägenden Kloster in Neuss heute noch nachspüren möchte, der muss Treppen hinab steigen, um das unterirdische Neuss zu erleben.

Das geht am besten in dem Quartier, das von Münster- und Quirinusstraße, von Glockhammer und Münsterkirche begrenzt wird. Mauerreste aus der Zeit zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert, die dort verborgen liegen, geben Zeugnis von der hochwertigen Ausstattung des ehemaligen Klosters.

Bei den Gewölben handelt es sich um den Kreuzgang des Quirinusstiftes und um Lagerkeller des damaligen Gebäudekomplexes. Nur wer einen Schlüssel in Händen hält, dem erschließt sich das komplette Netz; Teile des Systems sind heute Aufbauten zugeordnet, die vielfach nur privat genutzt werden.

Gleichwohl lässt sich mittelalterliches Gemäuer mit freundlicher Erlaubnis der Hausherren entdecken. Wer als Gast ins "Pozo Quirino Cantinho Portigues" an der Münsterstraße einkehrt, dem eröffnet sich ein Bereich, der Geschichte atmet. Ähnliche Eindrücke gewinnt, wer im Antiquariat Storch an der Quirinusstraße den Keller besuchen darf.

Quelle: NGZ
 
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