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Neuss
Das Weihnachtsstück im TaS spielt im Orient

Neuss. Orientalisches Flair hat Konjunktur. Nicht nur der Neusser Schlittschuh-Club hat das Märchen "Aladin und die Wunderlampe" einstudiert, auch das Theater am Schlachthof (TaS) macht aus der Geschichte aus 1001 Nacht ein Stück.

Dennis Palmen hat das Märchen in eine Fassung für vier Schauspieler gebracht, die neben den Hauptrollen Aladin, Jasmin, Dschafar und Flaschengeist auch die andere Figuren übernehmen. Es spielen Damon Zolfaghari, Julia Jochmann, Daniel Wandelt und Franka von Werden.

Dass mit "Aladin" zum ersten Mal mit einem Weihnachtsmärchen kein klassischer Bezug zum Fest hergestellt wird, war eine bewusste Entscheidung von Palmen und dem künstlerischen Leiter des TaS, Markus Andrae. "Die Geschichte ist zwar märchenhaft, aber es schneit und weihnachtet nicht", sagt Palmen lachend. Aladin ist auch in seiner Fassung ein Straßenjunge, der sich in die schöne Prinzessin Jasmin verliebt und doch ahnt, dass er sie nie erreichen wird. Allerdings ist diese Prinzessin recht aufmüpfig und modern, erzählt Palmen, mag sich nicht vorschreiben lassen, wen sie mag und wen nicht. Auch der Geist, den Aladin aus der Flasche lässt, die er in einer Höhle gefunden hat, entspricht nicht gängigen Vorstellungen: "Er ist weiblich und heißt Jeannie", sagt Palmen und erinnert damit ganz bewusst an die alte TV-Serie "Bezaubernde Jeannie". Der Gegenpart von Aladin ist jedoch wie gehabt der böse Zauberer Dschafar, für dessen Rolle das TaS extra ein Casting gemacht hat. Daniel Wandelt kehrt damit nach Neuss zurück. Beim Bühnenbild hat sich Sven Tillmann am Charakter von "Tausendundeine Nacht" orientiert: "Wie bei einem Buch wird mit jeder Szene eine neue Seite aufgeklappt", sagt Palmen.

Die Premiere am Sonntag ist bereits ausverkauft, die nächste Vorstellung ist am Sonntag, 27. November, 15 Uhr (02131 277499)

(hbm)
 
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