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Neuss
Der Abriss im Klostergarten beginnt

Neuss: Der Abriss im Klostergarten beginnt
Vernagelt und bald verschwunden: Ab 1869 hatten die Alexianerbrüder einen Teil ihrer Lebensmittel vom eigenen Bauernhof bezogen. Der Betrieb wirtschaftet längst nicht mehr, nun werden die Gebäude abgerissen. FOTO: Christoph Kleinau
Neuss. Vom Alexianerkrankenhaus bleiben nur das Haupthaus und die ehemalige Klausur des Ordens. Den Rest entsorgt der Bagger.

Spaziergänger sind in dem weitläufigen Areal des ehemaligen Alexianer-Klosters und des dazugehörigen Krankenhauses nicht mehr unter sich. Denn gleich an mehreren Stellen haben im Auftrag des Neusser Bauvereins die Abbrucharbeiten von Teilen der alten Wohn- und Wirtschaftsgebäude begonnen. Sie machen den Weg frei für zwei Neubauvorhaben, mit denen das städtische Wohnungsbauunternehmen einsetzen will, noch bevor das Verfahren zum Aufstellen eines Bebauungsplanes für die Gesamtfläche abgeschlossen ist.

Der Einstieg soll an der Nordkanallee gelingen, berichtet Dirk Reimann vom Bauvereins-Vorstand. Dort konnte sich das Unternehmen die Arztvillen (Hausnummer 100 und 102) sichern, die bereits beseitigt sind. Am 1. Juni fällt an dieser Stelle der Startschuss für den Neubau von 59 Wohneinheiten, von denen 80 Prozent öffentlich gefördert werden. Begonnen hat auch der Abbruch des Bauernhofes am Berghäuschensweg, der Kloster und Krankenhaus versorgt hatte, seit die Alexianerbrüder 1869 aus der Innenstadt in ihr neues Kloster vor dem Obertor gezogen waren.

Voll im Gange ist auch der Abbruch der ehemaligen Turnhalle sowie des Schwesternwohnheims. Auf dieses Gebäude hatte zwischenzeitlich die Stadt ihre Hand gelegt, um dort Flüchtlinge unterbringen zu können, musste es aber nie in Anspruch nehmen. Gebaut wird auf dem Gelände bis Mitte 2022. Dann hat Neuss einen neuen Stadtteil.

(-nau)
 
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