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Neusser Woche Itk Rheinland
Der IT-Dienstleister will wach geküsst werden

Neuss. Ob Verwaltung 4.0 oder Smart City - alle reden von der Digitalisierung. Mit der ITK Rheinland können Kreis und Kommunen die Nase weit vorn haben.

Vor nicht einmal zehn Jahren, nämlich 2008, legten die Landeshauptstadt Düsseldorf und die acht Kommunen im Rhein-Kreis Neuss, der Kreisverwaltung inklusive, ihre IT-Einheiten unter einem Dach zusammen. Eine kluge Entscheidung. Heute hat die ITK Rheinland mit bereits mehr als 200 Mitarbeitern ihren Sitz im Hammfeld; sie gehört zu den drei größten kommunalen Dienstleistern in Deutschland.

Diese Position festigt das Unternehmen, denn am 1. Oktober schließt sich die Stadt Mönchengladbach mit ihrer IT-Einheit an. Die Zahl der von der ITK Rheinland begleiteten Einwohner steigt auf 1,3 Millionen an. Eine Erfolgsgeschichte, die auf den ersten Blick deutlich wird. Allein die Fusion mit Mönchengladbach spart in den nächsten vier Jahren für alle Verbandsmitglieder zusammen 5,7 Millionen Euro. Gemeinsamer Betrieb und gemeinsamer Einkauf machen die IT-Dienstleistungen für alle preisgünstiger - und besser.

Insofern entpuppt sich die ITK Rheinland im Alltag als nützliches Instrument. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Die ITK kann mehr, wenn es denn der politische Wille ist, sie zu einem Motor der Digitalisierung zu machen. Es wäre der Schritt von der Verwaltung zur Gestaltung. Dazu müsste die ITK Rheinland verstärkt in Forschung und Entwicklung einsteigen. Das würde einen Strategiewechsel gegenüber dem Status quo bedeuten.

Es ist das Verdienst der ITK-Führung um den Verbandsvorsteher Andreas Meyer-Falcke und das Geschäftsführer-Duo Bodo Karnbach/Wolfgang Vits, diesen Gedanken populär zu machen. Mit einer innovativen ITK Rheinland halten die Mitgliedskommunen den Schlüssel zu einer digitalen Zukunft in Händen, die zu einem Alleinstellungsmerkmal werden könnte. Dieses Potenzial zu erkennen, ist das eine. Das andere ist es, das Potenzial zu nutzen. Dazu bedarf es einer Strategie und den Willen im Kreishaus, aber auch in allen Rathäusern.

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Quelle: NGZ
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