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Neuss
Der Lessingplatz soll belebt werden

Neuss: Der Lessingplatz soll belebt werden
Reiner Breuer im Gespräch mit Bürgern aus Norf. FOTO: lber
Neuss. Breuer diskutiert in Norf mit Bürgern. Die wünschen sich ein besseres Angebot. Von Simon Janssen

Der Lessingplatz ist für Bürgermeister Reiner Breuer keine ungewohnte Umgebung. Schließlich ist der Verwaltungschef in Norf aufgewachsen. Nun wählte Breuer den Lessingplatz, an dem seit April 2016 ein Rewe-Markt zu finden ist, als Standort aus, um mit Bürgern ins Gespräch zu kommen. Vor allem die Weiterentwicklung des Platzes stand dabei im Vordergrund. "Durch den neuen Supermarkt wurde die Nahversorgung verbessert", stellte Breuer zu Beginn fest.

Dass der Weg zur Umsetzung des Marktes auch wegen Anwohnerbeschwerden jedoch ein steiniger war, davon war beim Bürgerdialog überraschenderweise nichts mehr zu vernehmen. Viel lieber richteten Breuer und auch die Anwohner den Blick auf zukünftige Projekte.

Doch bezüglich des Lessingplatzes gibt es da noch viele Fragezeichen. Fest steht: Der Platz soll belebt werden. "Es gibt verschiedene Überlegungen", sagte Breuer. Doch diese sind aktuell noch reine Theorie. Denn noch immer hat die Wirtschaftsförderung der Stadt keine Anfragen von potenziellen Interessenten. Der Lessingplatz ist derzeit ein Ladenhüter. "Dort wurde in vielen Punkten ein Rückschritt gemacht", beklagte eine Anwohnerin und führte aus: "Bis vor kurzem gab es noch eine Buchhandlung. Früher waren auch eine Bäckerei, ein Reformhaus, Drogeriemarkt und ein Modehaus dort zu finden." Die Aussage, dass sie sich an der Stelle auch ein Eiscafé wünsche, kommentierte Breuer augenzwinkernd: "Haben Sie Mut und Risikobereitschaft? Dann unterstützen wir Sie."

Das Problem, das der Verwaltungschef ausmacht, ist ein Nutzungskonflikt. "Es ist schwierig, die Balance zu finden zwischen Menschen, die hier in Ruhe wohnen wollen, und Leuten, die hier eine hohe Frequenz sehen möchten und einkaufen wollen." Die Wirtschaftsförderung versuche jedoch gezielt, potenzielle Interessenten anzusprechen. Auch eine Arbeitsgruppe habe es bereits gegeben. "Am Ende muss man jedoch Anbieter finden, die sagen: ,Hier kann ich wirtschaftlich erfolgreich tätig werden.' Das ist das Kernproblem", so Breuer.

Weitere Themen beim Dialog waren unter anderem Gehölz und Äste neben dem Fahrradweg Richtung Allerheiligen und der Wunsch einer Umwandlung der Ulmenallee zur Einbahnstraße. "Positiv, wenn die Politik sich mal sehen lässt", so ein Anwohner abschließend.

Quelle: NGZ
 
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