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Natur Und Freizeit
Der Mühlenbusch im Heimatlied

Neuss. Mag der Rhein-Kreis auch waldarm sein, die Menschen auf der Heide wandern - und singen.

Rosellerheide-Neuenbaum (-nau) In der waldarmen Stadt Neuss im waldarmen Rhein-Kreis wissen die Menschen im südlichsten Ortsteil, dass sie um "ihren" Mühlenbusch tüchtig zu beneiden sind. Direkt am südlichen Ortsrand beginnt dieser Forst, der mit dem Straberger Wald, dem Chorbusch und dem Knechtstedener Wald ein Waldnaturschutzgebiet von gut 1200 Hektar Größe bildet. Ein Viertel davon liegt auf Neusser Stadtgebiet. Erschlossen wird der "Busch" mit 15 Kilometern Wanderweg. Start und Ziel vieler Touren ist der Parkplatz an - na klar - der Waldstraße.

Zu 90 Prozent besteht der Mühlenbusch aus Laubbäumen, und es gibt Experten, die ihn sogar zu den schönsten Laubwäldern des Landes zählen. Dort findet nicht nur der an der Waldstraße lebende Künstler Carl W. Buldmann viele seiner Motive, nein, auch dem Sänger geht offenbar das Herz auf - und manchem Dichter fällt ein Verslein dazu ein.

Dass der Mühlenbusch im Leben der Menschen immer eine große Rolle gespielt hat, spiegelt sich nämlich in mehreren Heimatliedern wider. So dichtete Wilhelm Püll (Hoppe Wellem) bereits Ende der 1940er Jahre in der "Heier Hymne": "...dat es dä Müllebösch möt sing jröne Zweije, dat Heier Heimatdörp su noh besteht." Josef Meuter (Öllens Jupp) brachte es um 1970 auf den Punkt: ".. doch das Schönste ist der Mühlenbusch, hier mit seinen hohen Tann'n, und brauchst du mal schön frische Luft, dann komm doch zu uns ran." Noch im Jahr 2003 dichtete der bereits verstorbene Anton (Toni) Veiser (Mürisch Tünn), langjähriger Major des Tambourkorps Rosellerheide auf die Melodie des Liedes "Dem Land Tirol die Treue": "Umrahmt von Feldern, tief im Neusser Süden...... Rosellerheide schön am Waldesrand."

Quelle: NGZ
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