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Neuss
Die Macher hinter dem Sommernachtslauf

Neuss: Die Macher hinter dem Sommernachtslauf
Klaus Ehren (u.l.) und Marc Hillen (u.r.) haben die die Vorbereitungen für den 33. Sommernachtslauf fast abgeschlossen. FOTO: woi
Neuss. Klaus Ehren und Marc Hillen ziehen für das große Familiensport-Event der TG Neuss die Fäden. Starten können sie nicht - Verletzungspech. Von Christoph Kleinau

Marc Hillen hat sich am Wochenende beim Fußballspielen am Fuß verletzt. Das ist ärgerlich, weil er am Samstag beim Sommernachtslauf der Turn-Gemeinde Neuss (TG) damit nicht zu den schätzungsweise 4000 Startern gehören kann, die an der Erftstraße auch über die Ziellinie gehen. Doppelt ärgerlich sogar, denn auch auf den Staffelwettbewerb, den Schützenpräsident Thomas Nickel unter dem Motto "Wer ist das schnellste Schützenkorps?" erstmals ausgelobt hat, wird der aktive Grenadier keinen Einfluss nehmen können. Trotzdem ist die Stimmung gut, denn dass der Lauf überhaupt stattfindet, ist schon ein Erfolg - nach der Fast-Katastrophe im Vorjahr.

Hillen gehört zu den Organisatoren dieses Sportfestes, das seine 33. Auflage erlebt. Er unterstützt mit seiner Agentur "H 1" das Team um den TG-Geschäftsführer Klaus Ehren, der im vergangenen Jahr eine der schwärzesten Stunden seiner Laufbahn erlebte. Weil Pfingststurm "Ela" auch in Neuss so gewütet hat, dass es Tage dauerte, um auch nur die gröbsten Schäden zu beseitigen, zog die Stadt die Genehmigung für den Volkslauf zurück. Ein wirtschaftliches Desaster drohte, denn viel von dem Geld der Sponsoren war für die Vorbereitung schon ausgegeben worden.

Klaus Ehren (u.l.) und Marc Hillen (u.r.) haben die die Vorbereitungen für den 33. Sommernachtslauf fast abgeschlossen. FOTO: woi

Die allerdings pochten nicht auf Erstattung, weil die TG ihren Teil der Abmachung nicht einhalten konnte. Im Gegenteil. Alle Partner blieben an Bord. Und obwohl die TG einen "Nachlass" gewährte, weil vieles von dem, was für den Lauf im Vorjahr angeschafft worden war, nun genutzt werden kann, "steht der Sommernachtslauf wirtschaftlich gut da", betont Hillen.

Das macht diesen Vereinslauf, zu dem 15 000 Zuschauer erwartet werden, allein aber noch zu keinem Erfolg. Der lässt sich viel eher an der breiten Beteiligung der Neusser an diesem besonderen Familien-Event in der Innenstadt ablesen. 3400 Starter waren bis gestern registriert, weitere haben noch bis eine Stunde vor dem Start dazu Gelegenheit. Allerdings sind Anmeldungen nun nicht mehr online, sondern nur noch im Wettkampfbüro der TG möglich. Weil viele Schulen sich noch nicht zurückgemeldet haben, ist Hillen überzeugt, dass die Zahl von 4000 Startern noch in Reichweite ist. Das würde bedeuten, dass der Lauf die Zwangs-Pause im Vorjahr ohne Einbruch überstanden hat.

Klaus Ehren (u.l.) und Marc Hillen (u.r.) haben die die Vorbereitungen für den 33. Sommernachtslauf fast abgeschlossen. FOTO: woi

Ein wenig wächst das Starterfeld, weil sich die Internationale Schule und die Privatschule Neuss erstmals an dem Wettkampf beteiligen. Den versuchen die Macher der TG zudem für immer mehr potenzielle Läufer interessant zu machen. In den Staffel-Wettbewerben, die am Samstag ab 21.45 Uhr ausgetragen werden, gibt es in diesem Jahr deshalb drei neue Wertungen: "Die schnellste Familie", "Das schnellste Unternehmen" und eben "Das schnellste Schützenkorps" werden ermittelt und mit einem Pokal geehrt. "Die großen Neusser Schützenkorps, die ja das ganze Jahr hindurch miteinander wetteifern, sind alle dabei", sagt Hillen.

Der Sommernachtslauf, der letztmalig unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Herbert Napp steht, beginnt mit dem "Eltern-Kind-Lauf" um 16 Uhr. Ausklingen wird der Tag nach 22 Uhr - für manchen mit einem Bier. Da spielt dann auch eine Verletzung am Fuß keine Rolle mehr.

Quelle: NGZ
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