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Neuss
Die Tollitäten treten ihr närrisches Amt an

Neuss: Die Tollitäten treten ihr närrisches Amt an
Karriereziel erreicht: Die Fasanenfeder am Hut machte aus Marco Roeb am Samstag Prinz Marco I.. Der hat seine Heimat in der GNKG "Grün Weiß Gelb". FOTO: woi
Neuss. Im Jubiläumsjahr stellt die Karnevalsgesellschaft "Grün Weiß Gelb" mit ihrem Vorsitzenden Marco Roeb und Ehefrau Sabine das Prinzenpaar. Von Rolf Hoppe

Ein Auftakt nach Maß, der große Vorfreude auf die Session weckt, nannte Marco Roeb seine Prinzenproklamation: "Es war ein unvergesslicher Abend." Noch am gestrigen Tag konnten der neue Prinz und seine Novesia Sabine I. ihre Freude darüber, nun endlich auch offiziell das amtierende Prinzenpaar der Stadt Neuss zu sein, kaum in Worte fassen. "Alles hat gepasst", fassten sie die Erlebnisse tags zuvor auf der Bühne der Stadthalle zusammen: "Ein tolles Programm voller Höhepunkte und ein begeistert mitgehendes Publikum."

Freude bereiten und Freude geben, das ist für Jakob Beyen, Präsident des Karnevalsausschuss Neuss (KA), Einstellung und Aufgabe zugleich. In diesem Sinne forderte er die zahlreich erschienenen Gäste der Proklamation auf, diesen Abend mit der Mischung aus Sitzungskarneval und offizieller Proklamation zu genießen. Umso mehr, weil ja die Session kurz ist.

Eine Vorlage für den "Nüsser Jung" Markus Titschnegg, um mit seinem Sessionslied zum Sessionsmotto "Janz Nüss es rasend jeck" mit geballter karnevalistischer Musikalität seine Liebe zu Neuss zu zeigen. Was dann folgte, war ein unterhaltsames und kurzweiliges Feuerwerk von zündenden Büttenreden, verblüffenden Gesangseinlagen, "Fetzer"-Musik und show-tänzerischen Darbietungen. Professionell humorvoll moderiert von Rainer Franzen und immer auf der Höhe von der Happy Company musikalisch begleitet.

Im Mittelpunkt stand natürlich die Proklamation des neuen Prinzenpaares Marco und Sabine Roeb. Bürgermeister Reiner Breuer ließ Marco I. - "als Bürger gestartet und jetzt Prinz" - erstmals das im Rathaus unterzeichnete Gelöbnis verlesen, bevor er zusammen mit Präsident Beyen die offiziellen Insignien Feder und Zepter sowie das Krönchen für "Bütze-Bienchen" Sabine Roeb übergeben durfte.

Ein Mann aus dem Rhein-Kreis kann nur als "Flachlandtiroler" kommen. Und in diesem Sinne sorgte Ralf Gerresheim aus Jüchen mit seiner zündenden Büttenrede für einen ersten Höhepunkt des Abends. Ob mit Anekdoten vom Wintersport (ein Skiflieger mit Stil) oder mit Geschichten über bessere Hälfte - das Publikum war begeistert. Und als er dann noch gekonnt eine Jodel-Zugabe nachzog, nahm der Applaus kein Ende.

Den sich auch "Oli, der Köbes", als Schnellsprecher mit einem Witze-Gewitter um Bier, Wein und moderne Kommunikation verdiente. Als große Überraschung kam mit Harry Borgner ein Gast aus Mainz auf die Bühne. Moderator Franzen hatte ihn als Straßenmusikant vorgestellt, der lediglich ein Lied im Repertoire hat. Aus diesem völlig daneben gesungenen "Sag mir, wo die Blumen sind" entwickelte dieser eine mitreißende Interpreten-Parodie von Joan Baez, bis Heino und von Lindenberg bis Grönemeyer.

Zu einem karnevalistisch geprägten Abend gehört natürlich auch eine Gute-Laune-Band. Das schafften aus dem Stegreif heraus die "Fetzer", die den Saal zum Schunkeln und Mitsingen brachten. Eine Augenweide und verblüffende Choreographie zugleich bot nicht zuletzt der Auftritt der Düsseldorfer Stadttanzgarde "Kakaju".

Quelle: NGZ
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