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Neuss
Dieter Falk will Rentnern das Rocken lehren

Neuss. Der Musikproduzent startet das Projekt "Rockchor 60+" und sucht auch in Neuss nach Sängern.

Dieses Mal soll alles eine Nummer kleiner werden. Mit 25.000 Sängerinnen und Sängern war Musikproduzent Dieter Falk noch im vergangenen Jahr auf großer "Luther"-Tour. Das riesige Pop-Oratorium hatte er zusammen mit Musical-Autor Michael Kunze zum Reformationsjubiläum auf die Bühne gebracht. Für seine neuen Pläne braucht Falk nur noch einige Hundert Sänger - auch aus Neuss.

Den "Rockchor 60+" will der Musikproduzent nun gründen und mit ihm in gut einem Jahr ein großes Konzert geben. Dafür sucht er zusammen mit der Music Academy in 14 deutschen Städten Rockmusikbegeisterte über 60 Jahren, die gerne singen. Egal, ob chorerfahren oder nicht - jeder, der gerne Rocklieder oder im Chor singen möchte, ist laut Falk willkommen. Geübt werden "Lieder, mit denen man groß geworden ist", verspricht der 58-Jährige, der für das Projekt bereits Songs wie "Satisfaction" (Rolling Stones), "Hey Jude" (Beatles) oder "Smoke on the water" (Deep Purple) zusammengestellt und für Chöre arrangiert hat.

In Neuss startet das Projekt am 19. April. Dann findet um 19.30 Uhr in den Räumen der Music Academy, Holzheimer Weg 48, eine kostenlose Schnupperprobe mit Dieter Falk und dem künftigen Chorleiter statt. Wer danach bei den wöchentlichen Proben (immer donnerstags von 19.30 bis 21.30 Uhr in der Music Academy) dabei bleiben will, zahlt monatlich 37 Euro.

"Was die Leute erlernen, wollen wir dann auch zeigen", sagt Oliver Reifgens, Leiter der Neusser Music Academy. Neben dem großen Konzert, bei dem alle 14 Rockchöre zusammen auftreten, könne er sich auch kleinere Konzerte in Neuss vorstellen: "In der Stadthalle zum Beispiel, im Rheinpark-Center Neuss oder bei unserer Rocknacht."

Geleitet wird der Chor von Profimusiker und Opernsänger Louis Gentile. Der Herausforderung, Amateure und Profis unter einen Hut zu bringen, stellt er sich gerne. "Es kann Inspiration sein, wenn man einen guten Sänger neben sich stehen hat. Dann hört man hin und versucht es nachzumachen", sagt der gebürtige US-Amerikaner, der unter anderem schon mit dem verstorbenen Opernsänger Luciano Pavarotti gearbeitet hat. Für die Rockchor-Proben verspricht er vor allem Spaß: "Man kann erwarten, dass man leichter und glücklicher als vorher aus den Proben geht."

(mre)
 
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