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Neuss
Drei neue Ausstellungen auf der "Rakete"

Neuss. Kunst von Markus Karstieß, Helen Feifel und Mario Merz wird an drei Schauplätzen gezeigt.

Gleich drei neue Ausstellungen setzen Signale auf der Raketenstation - von der Stiftung Insel Hombroich, der Langen Foundation und der Thomas-Schütte-Stiftung.

Im Siza Pavillon und Fontana Pavillon präsentiert die Stiftung Insel Hombroich Arbeiten von Markus Karstieß. Im Rahmen eines Gastkünstleraufenthaltes traf Karstieß 2005 auf der Raketenstation Hombroich auf Lucio Fontanas großformatiges Keramik-Relief "Il Sole" (1952) - eine Begegnung, die Karstieß' Werk fortan entscheidend prägen sollte. Noch während seines Aufenthalts auf der "Rakete" begann Karstieß erste künstlerische Versuche mit dem Material Ton und entwickelte in der Folgezeit eine eigene Herangehensweise und Formensprache. Nach zehn Jahren kehrt er nun zum Ursprung seines keramischen Schaffens zurück. Die Ausstellung zeichnet Karstieß' künstlerische Entwicklung bis in die Gegenwart nach, indem sie Skulpturen aus verschiedenen Werkgruppen dieser Periode zeigt. Die Schau ist ab 15. April, Freitag bis Sonntag, 12 bis 18 Uhr, zu besichtigen (bis 7. August).

Nur wenige Schritte vor dem Tor zur "Rakete" liegt die Langen Foundation. Die Stiftung zeigt im Japanraum in einer neukonzipierten Ausstellung mit Exponaten aus der eigenen Sammlung "Gottesbilder Ostasiens. Buddhismus, Jainismus und Hinduismus". Die Ausstellung umfasst rund 60 Skulpturen in Stein, Bronze und Holz sowie 20 Rollbilder vom 2. bis zum 19. Jahrhundert aus der Sammlung Viktor und Marianne Langen. Sie stammen aus Indien, Burma, Thailand und Kambodscha sowie aus Nepal, Tibet, China, Japan und Korea.

Neu eröffnet in der Reihe monografischer Ausstellungen junger zeitgenössischer Künstler wird hingegen im großen Ausstellungssaal eine Schau mit Werken der 1983 geborenen Helen Feifel. "Rainbows are Trending in Fashion" ist sie betitelt und stellt ihre Malerei in den Mittelpunkt, auch wenn Feifel, die in Berlin lebt, ansonsten mit verschiedenen Medien wie Skulptur, Fotografie und Zeichnung arbeitet. Durch malerische Eingriffe sind alle Gattungen eng verknüpft. Den Schwerpunkt der Präsentation bildet ein neunteiliger Zyklus handkolorierter Fotografien, der eigens für die Ausstellung produziert wird. Die Schau läuft bis 7. August.

Mit Arbeiten des 2003 gestorbenen italienischen Künstlers Mario Merz eröffnet der Düsseldorfer Künstler Thomas Schütte die von ihm erbaute neue Ausstellungshalle auf der Raketenstation, deren Träger die Thomas-Schütte-Stiftung ist. Schütte hat Mario Merz gut gekannt und aus dessen Nachlass einige, fast typische Arbeiten für die Ausstellung leihen können. Mario Merz gilt als einer der Hauptvertreter der Arte Povera (Installationen aus gewöhnlichen und alltäglichen Materialien).

Info Eröffnung der Ausstellungen am Sonntag, 10. April, 12-17 Uhr

(hbm)
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