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Neuss
Drei spannende Führungen im Paket

Neuss. Die Tour "Neusser Räume" führte gestern ins Romaneum zu VHS und Musikschule. Von Ute Böhm

Die Teilnehmer der "Neusser-Räume"-Führung bekamen gestern gleich drei spannende Führungen in einem Paket, denn das Romaneum beherbergt nicht nur Musikschule und Volkshochschule. Nein, auch die archäologischen Funde wurden bei diesem Besuch gezeigt und erklärt, den NGZ und Neuss-Marketing möglich machten.

Der imposante Bau gegenüber dem Landestheater ist eines der Großprojekte in der Neusser Innenstadt der vergangenen Jahre. In rund 120 Räumen unterschiedlicher Art sind die Musikschule, die Volkshochschule und die Fernuniversität Hagen untergebracht. 2012 wurde der L-förmige Bau eingeweiht. Alle drei Einrichtungen können mit einer modernen Ausstattung ihre Arbeit gestalten.

Wegen der hohen Nachfrage gingen die Besucher in zwei Gruppen durch das Gebäude, geführt von drei Fachleuten. Der Fachleiter Klavier, Norbert Braun, zeigte die Besonderheiten der Musikschul-Räume. Vor allem die Vorschläge eines englischen Akustik-Fachmanns sorgten dafür, dass die Musiker heute nicht nur in schönen neuen Räumen üben können, sondern auch ungestört lernen, selbst wenn nebenan ein anderes Instrument gestimmt wird. Mit den gefalzten Wänden wurde eine besonders gute Akustik geschaffen, sagte er. "Hier ist für uns ein echter Traum in Erfüllung gegangen", sagt Braun. Er führte seine Gäste auch in das Studio, in dem die Konzerte im großen Saal mitgeschnitten und bearbeitet werden können, und den Konzertsaal. Dort gab Braun eine Kostprobe seines Könnens auf dem Flügel gab.

Den Staffelstab übernahm dann Gerhard Heide, der Leiter der Volkshochschule. Mit ihm ging es zuerst in die Lehrküche, auf die die VHS besonders stolz ist. Der Gesundheits- und Ernährungsbereich spielt eine große Rolle im Kursprogramm, sagte Heide. Dank der Küche können nicht nur Theorien vermittelt, sondern Gelerntes gleich ausprobiert werden. Neben den modernen Seminarräumen beeindruckte die Besucher auch das lichtdurchflutete Treppenhaus. Dort werden wechselnde Ausstellungen gezeigt, die auch Kunstfreunde in das Gebäude locken.

Die historischen Fundamente, die bei Grabungen vor den Bauarbeiten entdeckt wurden, erläuterte dann Archäologin Karin Striewe. Mittelalterliche Kellermauern wurden dabei nicht nur erhalten, sondern der Neubau so gestaltet, dass sie noch zu sehen sind. Für Striewe ein "ganz besondere Schatz".

Quelle: NGZ
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