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Neuss
DRK plant Rettungswachen-Neubau

Neuss. Kreisverband Neuss hat sich finanziell konsolidiert - aber kaum Rücklagen. Von Ute Böhm

Erleichtert stellte sich der Vorstand des DRK-Kreisverbandes Neuss seinen Mitgliedern. Nach finanziell schwierigen Jahren und Umstrukturierungen in der Führung kommt der Verband wieder aus der Schieflage heraus. Unter dem Strich bleibt sogar nach Abschluss des Geschäftsjahres 2015 ein leichtes Plus übrig.

Allerdings konnte der Vorsitzende Sigurd Rüsken nicht gerade in einen voll besetzten Saal blicken, denn nur wenige Mitglieder waren gekommen. Auch das kann als Zeichen der Konsolidierung gesehen werden, weil keine dramatischen Entscheidungen (mehr) zu treffen sind. Vorstandssprecher Marc Dietrich wies im Bericht über die Ereignisse des vergangenen Jahres stolz darauf hin, dass das Ziel der "schwarzen Null" nicht nur erreicht wurde, sondern sogar ein kleines Plus geblieben ist. Das schafft Luft, um in den zum Teil veralteten Fuhrpark zu investieren. Auch der Neubau der Rettungswache am Südpark in Reuschenberg wird noch in diesem Jahr starten. Den eingeschlagenen Weg will Dietrich mit dem DRK weiter gehen: "Wir haben zwar kaum Rücklagen, aber wenn wir so weitermachen, ist mir nicht bange."

Peter Geske berichtete aus Sicht der DRK- Wasserwacht, die ihr 50-jähriges Bestehen feiert und dabei auf eine solide Mitgliederzahl und eine gute Jugendarbeit bauen kann. Auch Gerhard Sturm vom Blutspendedienst bestätigt eine beständige Spendebereitschaft in Neuss, Sorgen macht ihm nur der fehlende Nachwuchs bei den Helfern. Aus den Bereitschaften meldete Dr. Gerhard Steiner Personalprobleme. Er zeigte sich aber optimistisch, die Lücken mit Helfern aus den eigenen Reihen schließen zu können.

Schatzmeister Peter Dederichs stellte einen Jahresüberschuss in Höhe von 347.000 Euro vor. Rechnet man die Verluste aus dem Jahr 2014 dagegen, schrumpft dieser jedoch auf 35.000 Euro Gewinn. Ein Teil des positiven Ergebnisses ist dem Verkauf einer DRK-Immobilie an der Kölner Straße zu verdanken, aber insgesamt sieht auch der Vorsitzende Sigurd Rüsken das Rote Kreuz in Neuss auf einem guten Weg. Der Plan für dieses Jahr sieht wieder die schwarze Null vor, ohne beim Personal zu sparen.

Quelle: NGZ
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