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Neuss
Ehrenvorreiter Rudi Mones mit 83 Jahren verstorben

Neuss. Zum Schützenfest gehören Pferde: Wenn einer auch in Zeiten immer neuer Auflagen für Sicherheitskonzepte das Roß im Brauchtum für unersetzlich hielt, dann war es Rudolf Mones, den die meisten nur als Rudi kannten. Er lebte diese Tradition - und trug den Titel Ehrenvorreiter des Neusser Regimentes. Seit Donnerstag vergangener Woche ist Mones tot.

40 Jahre lang, von 1952 bis 1991, trug der gebürtige Neusser den blanken Harnisch der Kürassiere, 40 Jahre lang ritt er mit seinen Freunden Jupp Schmitz und Regiments-Fahnenträger Herbert Franken den Neusser Schützen voran. Auch im Martinskomitee Altstadt profitierte man von seinem Pferdeverstand. Dort war er über Jahrzehnte als Knappe des Heiligen unterwegs.

Am 17. März 1934 in Neuss geboren, lernte Mones Werkzeugmacher und arbeitete in diesem Beruf unter anderem bei der Firma IHC. Sein Quartier war das Dreikönigenviertel - auch wenn er einige Jahre in Weckhoven lebte. Im Alter kehrte er dorthin zurück, lebte an der Tilmannstraße, bis er - nach einigen Krankenhausaufenthalten - in das Seniorenpflegeheim "Johannes von Gott" umziehen musste. Dort schlief er vergangene Woche nach langer Krankheit einfach ein.

Seine Schützenheimat hatte Mones im Jägerkorps und dort vor allem im Zug "Annemarie". Den Bürgerschützen diente Mones bis 2008 auch im Schützenbüro im Haus Rottels, das er lange leitete. Der Tag seiner Beisetzung steht noch nicht fest; es soll eine kleine Feier werden.

(-nau)
 
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