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Neuss
Eifelverein: Programm wirbt auch um jüngere Zielgruppen

Neuss: Eifelverein: Programm wirbt auch um jüngere Zielgruppen
Der Eifelverein hat mit dem Angebot "Großeltern wandern mit Enkeln" den Versuch gestartet, junge Mitglieder zu werben. Der Test lässt hoffen. FOTO: Eifelverein
Neuss. Wanderfreunde freuen sich über erstes Vereinsheim. Soziale und kulturelle Angebote werden verstärkt. Von Christoph Kleinau

Das neue Programmheft des Eifelvereins liegt vor. Von außen sieht es aus wie immer, drinnen ist vieles anders. Denn noch nie hat der Verein mehr Neuerungen gleichzeitig umgesetzt wie im laufenden Jahr. "Wir stellen uns darauf ein", was die Mitglieder möchten", sagt der Vorsitzende Karlheinz Irnich. Das heißt angesichts eines größer werdenden Anteils älterer Wanderfreunde, den Focus auf kulturelle und soziale Angebote auszuweiten und Touren anzubieten, die für Senioren geeignet und zum Teil sogar "rollatortauglich" sind."

Das heißt nicht, dass der Verein nicht um junge Mitglieder werben will. Im Gegenteil. Mit dem Angebot "Großeltern wandern mit Enkeln" will der Eifelverein junge Leute binden. Ein Test im Vorjahr auf dem Barfußpfad gebe Anlass zur Hoffnung, sagt Irnich. Sein Kalkül: Sind die Kinder mit Oma und Opa unterwegs, schließen sich die Eltern an. Dass die gleich Mitglied werden, sei nicht zu erwarten, sagt Irnich. "Die kommen später", sagt er. Jüngere wanderten lieber mit Familie und Freunden, danach aber würden oft neue Bindungen gesucht. Diese These findet er in den Mitgliederzahlen bestätigt, die nahezu konstant sind.

Besonders stolz ist der Verein, dass er im Haus Schillerstraße 14 erstmals ein Vereinsheim einrichten kann, das in einem Saal Platz für bis zu 60 Personen bietet und das der Verein ganz für sich alleine hat. Dort etabliert der Verein mit dem "Café Plaudertasche", zu dem erstmals am 10. März eingeladen wird, ein neues Angebot, das die Monatstreffen ergänzen soll. "Ein Anlaufpunkt für die, für die Wandern nicht mehr das Richtige ist", sagt Irnich.

Richtige Wanderungen machen noch immer den Kern des Jahresprogramms aus, doch gibt es daneben Seniorenwanderungen und als Spaziergang ausgewiesene Touren, die jeder meistern kann.

Angebote für Radfahrer sind zuletzt immer weniger geworden, doch diesen Trend will Irnich umkehren. Gut aufgestellt sieht er den Verein beim Thema Reisen. Es geht nach Griechenland, Bayern oder nach Berlin - oft mit Wanderfreunden vom Ortsverein Schlich des Eifelvereins. Ausdrückliche Kulturreisen wird es auch weiter geben.

Ganz neu ist auch ein "Tag des Wanderns", zu dem am 14. Mai bundesweit aufgerufen wird. Neben all dem Neuen gibt es aber auch Vertrautes: Den ökumenischen Gottesdienst etwa, mit dem morgen um 15 Uhr im Kloster Immaculata das Wanderjahr beginnt.

Quelle: NGZ
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