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Neuss
Ein "Ohr" im Kreuz Kaarst bleibt bis April gesperrt

Neuss. Die Autobahn 57 im Kaarster Kreuz ist seit dem Wochenende sechsspurig, doch für rund 8000 Autofahrer, die Tag für Tag im Kreuz von der A 52 aus Richtung Roermond auf die A 57 in Richtung Krefeld wechseln wollen, ändert sich vorerst nichts. Sie müssen nach wie vor eine Umleitungsstrecke nutzen. Diese Einschränkung wird voraussichtlich noch bis April kommenden Jahres bestehen bleiben, erklärt Josef de Mülder, der Projektleiter Ausbau beim Landesbetrieb Straßen NRW.

De Mülder begründet die Verzögerung mit dem Bau von drei Lärmschutzwänden innerhalb des Autobahnkreuzes, für die erst Erdreich zum Teil meterhoch angeschüttet werden musste. Diese Arbeiten seien gerade erst abgeschlossen worden.

Er habe abwägen müssen, ob er wegen dieser Marginalie das gesamte Kreuz im "Baustellenmodus" halten oder noch vor den Weihnachtsferien das eigentliche Kreuz und die wichtigsten Verbindungen frei geben sollte. Angesichts der Tatsache, dass der weiter gesperrt Abzweig die am wenigsten genutzte Zufahrt ist, fiel ihm diese Entscheidung leicht, sagt de Mülder.

Die Ursprungsplanung, die vier "Ohren", die dem Kreuz seine Kleeblattform geben, zugunsten von Unterführungen oder "Überfliegern" aufzugeben, war schon lange vor dem Baubeginn im Jahr 2013 aufgegeben worden. Doch diese "Ohren" erhielten im Zuge der Bauarbeiten einen größeren Radius mit kürzeren Geradeausstrecken. Damit reagiert der Landesbetrieb auf Unfälle in vergleichbaren Kreuzen, deren Radien vor allem für Lkws recht eng waren. "Brummis" mit zu hohem Tempo kippten deshalb mitunter in diesen Kurven um.

(-nau)
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