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Neuss
Ein Spielmobil auch für Jugendliche

Neuss. Der "Jugendbus" soll helfen, wo Jugendeinrichtungen fehlen.

Der Einsatz des Spielmobils hat sich bewährt, auch an Flüchtlingsheimen. Seit einigen Wochen machen die Mitarbeiter des Deutschen Kinderschutzbundes mit dem Wagen regelmäßig an Asylbewerberunterkünften Halt und leihen die Spiele aus dem Auto an drei- bis zwölfjährige Kinder aus. Das soll nächstes Jahr so bleiben. Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses sprachen dem Kinderschutzbund 20.000 Euro für 2016 für die Flüchtlingsarbeit zu.

Darüber hinaus beschlossen die Jugendhilfepolitiker, so etwas ähnliches wie ein Spielmobil auch für ältere Kinder und Jugendliche im Stadtgebiet einzurichten und dafür 30.000 Euro im nächsten Jahr zur Verfügung zu stellen. "Es gibt immer noch weiße Flecken in der Stadt Neuss, an denen es keine Angebote für Jugendliche gibt", erklärte Thomas Kaumanns (CDU) den entsprechenden Antrag, den seine Partei mit den Grünen gestellt hatte. Ausschussvorsitzende Susanne Benary-Höck (Grüne) verwies unter anderem auf die Orte Speck und Wehl, an denen Jugendeinrichtungen fehlten. Dort soll möglichst ab dem kommenden Schuljahr der "Jugendbus" für ein mobiles Angebot sorgen.

Aus Sicht des Jugendamtes eine sinnvolle Sache. "Dadurch könnten wir zugleich den Bedarf in den verschiedenen Stadtteilen erkunden", sagte Amtsleiter Markus Hübner. Auch Thomas Isop-Sander, Sprecher der Neusser OGS-Träger, begrüßt ein mobiles Jugendangebot. Die Mitarbeiter der Jugendeinrichtungen könnten nicht so einfach andernorts eingesetzt werden. "Dann müssten wir ja das bestehende Angebot in den Häusern kappen."

(sug)
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