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Neuss
Eine Koordinatorin für "Raum der Kulturen"

Neuss: Eine Koordinatorin für "Raum der Kulturen"
Annika Tiebel ist ab sofort als Koordinatorin im Verein "Raum der Kulturen" tätig - und freut sich auf die Aufgabe. FOTO: Woitschützke, Andreas (woi)
Neuss. Der "Raum der Kulturen" plant zahlreiche Aktivitäten. Nur mit Ehrenamtlern ist das alles nicht mehr zu stemmen. Deshalb wurde die Studentin Annika Tiebel (24) als neue Koordinatorin engagiert. Der Job ist mit zehn Stunden pro Woche veranschlagt. Von Andreas Buchbauer

An ihrem ersten Arbeitstag heißt es erstmal: ankommen. Annika Tiebel ist die "Neue" im "Raum der Kulturen" - und zwar im doppelten Sinn. Zum einen tritt sie den neu geschaffenen Job als Koordinatorin in dem Vereinsnetzwerk an, das sich für interkulturelle Verständigung und Integrationsarbeit einsetzt. Zum anderen bekleidet die 24 Jahre alte Studentin diesen Job als erste bezahlte Kraft - wenn auch nur in Teilzeit - im Verein, der sich bislang ausschließlich aus Ehrenamtlern zusammensetzte. Mit rund zehn Stunden pro Woche ist der Job angesetzt, einen Teil davon wird die offene Sprechstunde in den Vereinsräumen an der Oberstraße 17 ausmachen, die es künftig jeden Mittwoch von 9.30 bis 12.30 Uhr geben soll. Das lässt sich auch mit Tiebels Masterstudium der Medien- und Kulturwissenschaften in Düsseldorf vereinbaren.

Im "Raum der Kulturen" sind zehn Vereine und Initiativen verschiedener Kulturen, interkulturell engagierte Vereine wie "SuM - Sprache und Mehrsprachigkeit" und "Kubid - Kultur und Bildung in Deutschland", aber auch Privatleute Mitglied. "Es ist toll, neben dem Studium, das ich im Sommer beenden möchte, schon etwas Job-Erfahrung sammeln zu können", sagt Tiebel. Das "Ankommen" wird ihr dabei leicht gemacht.

Am ersten Arbeitstag wird sie von Vorstandsmitglied Ghalia El Boustami begrüßt, auch Hamdi Berdid vom Verein "Kubid" schaut vorbei. "Der ,Raum der Kulturen' ist auf einem guten Weg. Wir expandieren, werben um neue Mitglieder und planen für dieses Jahr zahlreiche Aktivitäten", sagt El Boustami. Das fängt bei der Reihe "Zu Gast bei..." an, in der sich die Mitgliedsvereine vorstellen, geht über das für 23. April geplante internationale Kinderfest und schließt zum Beispiel Konzerte und Theater ein. "Wir brauchten da einfach eine unterstützende Hand", sagt El Boustami.

Den "Raum der Kulturen" kennt Annika Tiebel - so neu der Job als Koordinatorin auch noch sein mag - bereits bestens. "Ich bin durch einen Bekannten auf den Verein aufmerksam geworden", sagt die Grimlinghausenerin. Im vergangenen Jahr hat sie bereits einige Veranstaltungen besucht - zum Beispiel die Kulturnacht. "Mir hat das sehr gut gefallen. Und als ich dann erfahren habe, dass der Verein einen Job als Koordinatorin anbietet, habe ich mich sofort beworben."

Büroarbeit und Organisation werden einen Großteil ihrer Zeit ausmachen. "Ich werde aber auch den Internetauftritt pflegen und mich um den Bereich ,Social Media' kümmern", sagt Tiebel. "Ohne Facebook & Co. geht es heutzutage nicht mehr - und da gilt es, immer aktuell zu bleiben." Tiebel wird dafür sorgen. Erste Berufserfahrung hat die heimatverbundene 24-Jährige bereits durch verschiedene Praktika gesammelt. "Zum Beispiel in der Alten Post, im Schützenmuseum und im Stadtarchiv." Als Koordinatorin im "Raum der Kulturen" möchte sie das einbringen - wenn auch zunächst in Teilzeit. "Wer weiß, vielleicht wird ja irgendwann sogar mehr daraus", sagt sie.

Quelle: NGZ
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