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Neuss
Eine Neusserin will ins Weltall

Neuss. Chemie-Ingenieurin Katharina Peters ist Top-Kandidatin für Flug zur ISS.

Die gebürtige Neusserin und promovierte Chemie-Ingenieurin Katharina Peters hat sich erfolgreich gegen 400 Konkurrentinnen durchgesetzt und ist nun unter den Top-Kandidatinnen im Rennen um einen Flug ins Weltall. Als erste deutsche Astronautin soll es 2020 zur Internationalen Raumstation ISS gehen.

Zuletzt war der deutsche Alexander Gerst auf der ISS - aber noch nie eine deutsche Frau. Das möchte Claudia Kessler, selbst Luft- und Raumfahrttechnikerin, gerne ändern. Die private Initiative "Die Astronautin" hat daher die Stelle für die erste deutsche Frau im Weltall ausgeschrieben. Beworben hatten sich 400 motivierte Kandidatinnen: Ingenieurinnen, Pilotinnen und Wissenschaftlerinnen - darunter auch die inzwischen in Berlin lebende Katharina Peters aus der Quirinusstadt.

Zur Schule ging sie auf das naturwissenschaftlich ausgerichtete Marie-Curie-Gymnasium. Danach studierte sie Chemieingenieurwesen (eine Kombination aus Maschinenbau und Chemie) in Karlsruhe und promovierte dort im Anschluss. Nach einer Zeit als Unternehmensberaterin bei McKinsey & Company stieß sie Anfang des Jahres die Gründung von "Future Of Voice" in Berlin mit an. Nachdem die Eckpfeiler des Geschäftsmodells definiert waren, schloss sie sich der Neugründung "Automotive Quality Institute" an, um wieder im ingenieurwissenschaftlichen Bereich tätig zu sein.

Nun wurden in Berlin neben Katharina Peters etwa 70 Top-Kandidatinnen der Öffentlichkeit vorgestellt. Weitere Tests - unter anderem beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt - folgen, so dass im März kommenden Jahres zwei Kandidatinnen feststehen, die zu Astronautinnen ausgebildet werden. Vielleicht ist Katharina Peters die Kandidatin, die dann ins Weltall fliegen darf und auf der ISS wissenschaftliche Experimente durchführen kann.

Die Internationale Raumstation ISS ist das größte Technologieprojekt aller Zeiten: sozusagen ein Außenposten der Menschheit im All und zugleich ein fliegendes Labor mit zahlreichen Möglichkeiten für Wissenschaft und industrielle Forschung. Seit dem 2. November 2000 ist die ISS dauerhaft von Astronauten bewohnt. Seit 1998 befindet sich die ISS im Bau. Zurzeit ist sie das größte künstliche Objekt im Erdorbit und kreist in rund 400 Kilometern Höhe um die Erde.

Quelle: NGZ
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