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Neuss
Eine Straße für Käthe Kollwitz

Neuss. In Allerheiligen entsteht ein Viertel, dessen Straßen an Künstlerinnen erinnern.

Käthe Kollwitz (1867-1945) wird im Neusser Süden ein kleines Denkmal gesetzt. Im Neubaugebiet soll eine neue Straße, die von der Elisabeth-Kadow-Straße abzweigen wird, nach der Bildhauerin, Grafikern und Malerin des Expressionismus benannt. Weil eine weitere und parallel verlaufende zweite Stichstraße nach der im Klassizismus bekannten Malerin und Grafikerin Angelika Kauffmann (1741-1807) benannt wird, entsteht das, was sich die Politik schon vor zehn Jahren gewünscht hatte: ein deutlich definiertes Künstlerinnenviertel.

Weil die Politik mehr Straßen nach Frauen benennen wollte, hatte das Stadtarchiv 2006 einige Künstlerinnen benannt, die als Namensgeberin infrage kommen könnten. Allerdings wurden mit Marga Groove und Elisabeth Kadow nur zwei Vorschläge übernommen. Ansonsten entschied sich die Politik für alte Flurnamen. Nun entstehen zwei neue Straßen, die, wenn das Neubaugebiet Allerheiligen weiter Richtung Kuckhofstraße ausgeweitet wird, "mitwachsen" sollen. Zu ihrer Benennung griff die Verwaltung die alte Idee wieder auf und bei der Auswahl auf lokale Namen ebenso zurück wie auf überregional bekannte. Die Kombination aus beidem, so argumentiert die Verwaltung sei "auch für die auf diesem Baugrund zu erwartenden Neubürger interessant und angemessen". Aus der Bürgerschaft selbst seien für die beiden neuen Straßen keine Namensvorschläge gekommen.

Bei einer weiteren Straßenneubenennung verfolgt die Verwaltung eine andere Linie. Die Planstraße, die von der Römerstraße abzweigt und ein Richtung Clarenbachschule entstehendes Baugebiet erschließt, soll "Am Haus Vogelsang" heißen. Namensgeber ist ein an gleicher Stelle abgerissenes Rittergut, das 1298 erstmals erwähnt wird.

(-nau)
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