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Vor dem Neusser Rathaus
Erinnerung an die Opfer des Holocaust

Neuss. Bereits zum vierten Mal wird der weltweite Holocaust-Gedenktag - Jom Hashoa - von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Neuss in der Quirinusstadt begangen.

Am Donnerstag, 12. April, werden vor dem Eingang Rathaus/Arkaden um 16.30 Uhr alle Namen derjenigen Juden verlesen, die während der Nazizeit aus Neuss deportiert und ermordet wurden. Mit dieser öffentlichen Namenslesung möchten die Teilnehmer dieser Menschen gedenken und an ihr schreckliches Schicksal erinnern.

Die Namen werden durch Bert Römgens als Vertreter der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, den Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Bürgermeister Reiner Breuer und Vertreter aus der Politik verlesen. Außerdem werden Lehrer und Schüler vom Nelly-Sachs-Gymnasium, der Janusz-Korczak-Gesamtschule und dem Gymnasium Marienberg anwesend sein.

Römgens erinnert sich noch gut an den Holocaust-Gedenktag in Neuss im vergangenen Jahr. "Es war eine sehr respektvolle Veranstaltung. Es hat mich sehr beeindruckt, dass der Stadtrat damals extra den Hauptausschuss verschoben hat, damit möglichst viele Stadtverordnete teilnehmen können", sagt er.

Positiv stimme ihn zudem die Tatsache, dass immer mehr Schulen am Holocaust-Gedenktag teilnehmen. "Sie setzen sich dabei mit einer Situation auseinander, die sie nur aus dem Geschichtsunterricht kennen", sagt Römgens, der den Kerngedanken der Veranstaltung mit dem Satz zusammenfasst: "Das Gedenken an die Vergangenheit ist die Gestaltung der Zukunft." Römgens verriet zudem, dass es in diesem Jahr zum ersten Mal einen Neusser Israeltag geben wird. Stattfinden soll er am Sonntag, 6. Mai.

(jasi)
 
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