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Neuss
Erneut kein Gebot für Bauprojekte am Innenstadtrand

Neuss. Ratlosigkeit im Rathaus: Auch die Zusammenfassung von zwei Bauvorhaben und deren gemeinsame und damit erneute Ausschreibung hatte keinen Erfolg. Im Posteingang der Submissionsstelle der Stadtverwaltung fand sich bei Ablauf der Bietefrist kein Angebot.

Damit ist der von Planungsdezernent Christoph Hölters erhoffte baldige Baubeginn für den Lückenschluss im Radwegenetz an Romaneum und Kehlturm ebenso in unbestimmte Ferne verschoben wie der Bau des Stadtmauerweges vom Freithof zur Batteriestraße.

"Wir werden das Vorhaben sicher nicht auf Wiedervorlage legen und alle halbe Jahre neu ausschreiben", erklärte gestern Gerd Eckers, Betriebsleiter beim städtischen Tiefbaumanagement. Er hält auch eine Ausweitung der Ausschreibung auf europäische Nachbarländer für wenig erfolgversprechend: "Fakt ist: Auch auf europaweite Ausschreibungen ging bei uns noch nie ein Angebot von außerhalb Deutschlands zu." Zunächst soll daher nun ausgelotet werden, welche Möglichkeiten das Vergaberecht der Stadtverwaltung in diesem - so noch nie da gewesenen - Fall eröffnet.

Beide Maßnahmen sind Teil des Sanierungsvorhabens östlicher Innenstadtrand sowie durchgeplant und durchfinanziert. Von den 700.000 Euro für beide Vorhaben übernimmt das Land 200.000 Euro und fördert so den Radwegebau.

Der Stadtmauerweg vom Freithof aus wurde provisorisch bereits hergerichtet. Er soll zunächst bis zur neuen Brücke zum Hafenkopfgebäude geführt werden. Eine Fortführung oberhalb der Stadtmauer am Marienberg-Gymnasium vorbei wird es aber nicht geben. Dafür sei zu wenig Platz. Man müsse das entweder unterhalb, also an der Batteriestraße, tun oder über die schon fertige Hafenpromenade führen.

(-nau)
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