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Neuss
Erste Widerstände der Politik gegen Streichliste der Stadt

Neuss. CDU fordert die Einstellung von "Neuss publik".

Die Stadtverwaltung hat einige Aufgaben vorgestellt, von denen sie sich gerne trennen möchte, um Kosten zu sparen. Doch die Liste wird so kaum eine Mehrheit im Stadtrat finden. Denn namentlich von CDU und Grünen gibt es erste Vorbehalte.

Die sozialpolitische Sprecherin der Grünen, Susanne Benary-Höck, lehnt zum Beispiel den Ausstieg aus der freiwilligen Rentenberatung bei der Stadt Neuss ab. "Wir benötigen eine gute und vollständige Beratung - schon bei der Antragstellung", fordert Benary-Höck, die auch auf eine wohnortnahe Beratung der Menschen hinweist. "Wir möchten nicht, dass die Antragsteller zur Beratung nach Düsseldorf fahren müssen."

Die Grünen machen sich weiterhin stark für niederschwellige Angebote und bürgerorientierte Dienstleistungen vor Ort. "Das ist ein wichtiges Thema, welches wir mit unserem Koalitionspartner diskutieren müssen", so der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Michael Klinkicht, der auf Übereinstimmung mit der CDU hofft.

Die macht andererseits ein dickes Fragezeichen hinter die geplante Abgabe der Schulträgerschaft für das Theodor-Schwann-Kolleg an den Rhein-Kreis, unterstützt aber die bereits laufenden Verhandlungen zur Abgabe der Herbert-Karrenberg-Förderschule an den Kreis, die noch in diesem Jahr beschlussreif werden soll. In das Schwann-Kolleg, das von der Furth nach Derikum umgezogen ist, sei gerade erst viel Geld investiert worden, nennt die Fraktionsvorsitzende Helga Koenemann einen Grund für das Festhalten an dieser Einrichtung des Zweiten Bildungswegs. Ihre CDU will woanders streichen: "Neuss publik", das vier Mal jährlich erscheinende Magazin aus dem Presseamt, soll eingestellt werden.

(-nau)
 
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