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Neuss
Europa-Projekt überwindet Grenzen

Neuss. Schüler aus fünf europäischen Ländern beschäftigen sich mit "Europe in Love". Von Andreas Buchbauer

An der Choreografie für ihren Flash Mob haben die Schüler der Gesamtschule an der Erft mit viel Einsatz gearbeitet. Gestern um 16.20 Uhr zeigten sie auf dem Münsterplatz ihre Tanzperformance, und wenn man so möchte, wurde da "Ludus" getanzt - die flirtende Liebe. Die Performance war Bestandteil des Erasmus-Projekts "Europe in Love", an dem neben den Gesamtschülern Jugendliche aus fünf weiteren Nationen teilnehmen: aus Nordirland, Finnland, Spanien, Italien und der Slowakei. Der Besuch jedenfalls fand es gut: 25 Schüler aus den teilnehmenden Ländern sind noch bis zum Ende der Woche in Neuss. Ein Schüleraustausch der besonderen Art.

Denn die Schüler beschäftigen sich dabei künstlerisch mit dem Thema Liebe. Es geht um ihre Bedeutung für Europa, und weil die Liebe so unterschiedlich ist, wird sie in verschiedenen Facetten beleuchtet. Die spanischen Jugendlichen haben sich zum Beispiel bereits des Themas Agape angenommen, der barmherzigen Liebe. Und die Gesamtschule an der Erft bekam eben Ludus zugewiesen, die flirtende Liebe. In jedem Land entstehen dazu auch Filmszenen, anschließend werden sie zu einem gemeinsamen Werk zusammengeschnitten.

Bei den Schülern kommt das Projekt an. Giovanna Scullino (18) findet, dass das mit einem Schüleraustausch verbundene Projekt eine tolle Gelegenheit ist, Jugendliche aus anderen Ländern kennenzulernen. Und ihr Mitschüler Raoul Sandjong (15) betont, wie schnell Sprachbarrieren fallen und man Gemeinsamkeiten entdecken kann. Das ist auch einer der Gründe für die Teilnahme an dem Projekt. "In Deutschland nimmt die Intoleranz zu. Die Schüler sollen ihren Horizont erweitern und Menschen aus anderen Nationen kennenlernen, das ist das beste Mittel dagegen", sagt Lehrerin Ina Purcell, die das Erasmus-Projekt mit ihrem Kollegen Dirk Rüping an der Gesamtschule betreut.

Die Gäste aus den fünf Kooperationsschulen wurden gestern von Bürgermeister Reiner Breuer im Rathaus empfangen. Er gab ihnen Einblicke, wie Politik und Verwaltung in Deutschland funktionieren.

Quelle: NGZ
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