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Neuss
Experten informieren im Zeughaus über Weiterbildung

Neuss. Im Zeughaus bot sich gestern ein ungewohntes Bild: An insgesamt 30 Ständen informierten zum ersten Mal in Neuss Weiterbildungsträger, Schulen und Hochschulen über betriebliche und persönliche Bildungsmöglichkeiten - und boten so einen guten Überblick über Angebote wie Seminare oder Lehrgänge.

"Die Messe richtet sich vor allem an alle Jobsuchenden und Berufsrückkehrer", erklärte Wolfgang Draeger, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Mönchengladbach, die auch für den Rhein-Kreis Neuss zuständig ist. Dieser richtete die Messe gemeinsam mit dem Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Neuss, der Agentur für Arbeit, der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) aus.

"Es ist uns wichtig, über verschiedene Fortbildungsmöglichkeiten zu informieren, denn ohne berufliche Weiterbildung läuft in der Berufs- und Arbeitswelt heute nichts mehr", erklärte Draeger. Das gelte vor allem für die Jobsuchenden, für die es spezielle Fördermöglichkeiten gebe. Robert Abts, Leiter der Wirtschaftsförderung beim Rhein-Kreis Neuss ergänzte: "Mehr als 50 Prozent der Langzeitarbeitslosen im Kreis haben keine abgeschlossene Berufsausbildung". Für sie gelte das Angebot besonders. Angesprochen werden sollten Personengruppen aller Altersstufen. Ein besonderes Angebot: Diverse Workshops - etwa Weiterbildung durch digitale Medien, Qualifizierung von Menschen mit Behinderungen oder Jobsuche durch Netzwerken - waren eine offene und niederschwellige Möglichkeit, sich in unverbindlichen Gesprächen zu informieren.

"Wir haben mit solchen Messen gute Erfahrungen gemacht", fügte Draeger hinzu. Es sei wichtig, das Thema voranzutreiben und eine Nachhaltigkeit zu fördern. Karin Schliffke, Pressesprecherin der Arbeitsagentur Mönchengladbach, hob besonders das gemeinsame Handeln von Kreis, Stadt und Handwerkskammer hervor: "Das ist das Entscheidende." Es gehe darum, Perspektiven zu schaffen.

Am Stand des Technologiezentrums Glehn (TZG) hatte Projekt- und Teamassistentin Meike Faßbender bereits einen Interessierten beraten: "Ein Mann arbeitet seit 18 Jahren bei der Metro und will sich umorientieren", erzählte sie. Die Vermittlungsquote nach dem Besuch von Qualifizierungskursen des TGZ betrage 70 Prozent.

Auch viele Frauen, deren Kinder inzwischen in Kindergarten und Schule seien, interessierten sich für eine Rückkehr in den Beruf, berichtete Faßbender.

(keld)
 
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