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Neuss
Feld-Haus-Sammlung wird aufgearbeitet

Neuss. Mi Hilfe einer Sparkassen-Stiftung wird die Arbeit einer zusätzlichen Fachkraft finanziert.

Die Bestände des Feld-Hauses, dem Museum für Populäre Druckgrafik, müssen noch besser bekannt machen. Das findet Ulf Sölter, stellvertretender Direktor des Clemens-Sels-Museums und zuständig für die Sammlung im Feld-Haus. Seine erste Ausstellung, "Ein Bild ist nicht genug - Der Kunstverlag A. Felgner" hat der Kunstwissenschaftler, der seit 2014 am Neusser Museum arbeitet, bereits kuratiert, aber wichtig ist ihm auch die Aufarbeitung der Sammlung.

Vor fünf Jahren wurde das Feld-Haus auf dem Kirkeby-Feld der Raketenstation, die zur Stiftung Insel Hombroich gehört, gegründet. Nicht nur der Bau, sondern auch sein Inhalt sind eine Schenkung der ehemaligen Neusser Museumsdirektorin Irmgard Feldhaus, die die Eröffnung im Februar 2010 noch miterlebte, aber ein knappes halbes Jahr später, im August 2010, starb.

Über die Jahre hatte Feldhaus eine Sammlung von Populärer Druckgrafik aus dem 18. bis 20. Jahrhundert zusammengetragen. Darunter sind Andachts-, Heiligen- und Bibelbilder, Bilderbogen, Freundschafts- und Glückwunschkarten, Wandschmuck und Ausschneidebögen, aber auch Poesiealben. Aus der über 5000 Objekte umfassenden Sammlung sind um die 400 Stücke permanent ausgestellt. Die Aufarbeitung der Sammlung war schon Sölters Vorgänger, dem verstorbenen Volkskundler Thomas Ludewig, ein wichtiges Anliegen.

Dafür braucht es jedoch eine zusätzliche Fachkraft, die Sölter nun beauftragen kann, nachdem die Sparkasse Neuss über eine ihrer Stiftungen das Vorhaben unterstützt. Seit Beginn des Monats ist die Kunsthistorikerin Romina Pieper dabei, den Bestand zu sichten und zu ordnen.

Pieper studierte Kunstgeschichte und Europäische Ethnologie in Münster, absolvierte ihr Volontariat am Lehmbruck-Museum in Duisburg und hat bereits viel Erfahrung im Umgang mit der Aufarbeitung von Sammlungsbeständen. Auch mit dem Clemens-Sels-Museum, mit seinen Sammlungen und seiner Arbeit, ist die 31-Jährige vertraut, denn sie arbeitet bereits seit einiger Zeit im Haupthaus am Obertor in der Vermittlungsarbeit des Museums. Nun verlegt sie ihren Arbeitsschwerpunkt für einige Monate ins Feld-Haus auf der Raketenstation.

(hbm)
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