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Neuss
Finanzielle Unterstützung für die Produktionsschule

Neuss. Die sogenannte Produktionsschule soll auch in Zukunft junge Menschen fit für das Berufsleben machen. Thomas Kaumanns, jugendpolitischer Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion, und Dieter Welsink, Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag, verständigten sich darauf, dass der Rhein-Kreis Neuss die Maßnahme zur Berufsförderung in Zukunft weiterhin finanziell unterstützt. Die CDU-Kreistagsfraktion hat dies bei ihren Haushaltsberatungen bereits beschlossen.

Zurzeit bietet die Produktionsschule 36 Jugendlichen aus dem Rhein-Kreis Neuss eine Zukunftsperspektive. Sie wird im Kreis in Kooperation vom Kolping Bildungswerk und dem Berufsförderungszentrum (BFZ) Schlicherum angeboten. In der Produktionsschule werden die Jugendlichen individuell gefördert, sie sollen auch praktische Fähigkeiten erlangen. Dabei können sie aus den Bereichen Friseur/Kosmetik, Holzbearbeitung, Lager/Handel und Farbe/Raumgestaltung wählen. Zudem erhalten sie die Chance, einen Hauptschulabschluss und somit berufliche Perspektiven zu erwerben. "Die Teilnehmer der Lehrgänge haben oftmals Defizite im erzieherischen Bereich, es mangelt ihnen an Ausbildungsreife oder sie haben Schwierigkeiten bei der beruflichen Orientierung", sagt Kaumanns. Die Schule soll für Abhilfe sorgen.

Sie ähnelt dem Werkstattjahr, das seit 2005 stark nachgefragt und letztmals im Schuljahr 2014/15 umgesetzt wurde. Die Schule ist ein Angebot des NRW-Arbeitsministeriums im Rahmen der Initiative "Kein Abschluss ohne Anschluss". Zusammen mit dem Europäischen Sozialfonds trägt das Ministerium zwei Drittel der Kosten, die sich im Rhein-Kreis Neuss auf jährlich 388.800 Euro belaufen. Das letzte Drittel für das Schuljahr 2015/16 hat der Kreis beigesteuert - also 129.600 Euro. "Durch die einheitliche Finanzierung mit Mitteln des Kreises bleibt es den Trägern erspart, bei kreisweit sechs verschiedenen Jugendämtern Zuschüsse zu beantragen", erklärt Kaumanns. Durch die weitere Unterstützung sei es Kolpingwerk und BFZ Schlicherum möglich, auch in Zukunft 36 Plätze an der Produktionsschule für junge Menschen aus dem Rhein-Kreis Neuss anzubieten. "Die beste Sozialpolitik ist, Menschen in Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu vermitteln", erklären Dieter Welsink und Thomas Kaumanns in einer Mitteilung.

(abu)
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