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Freizeit-Tipps Fürs Wochenende
Flanieren und den Frühling fühlen

Freizeit-Tipps Fürs Wochenende: Flanieren und den Frühling fühlen
Der Bend in Grevenbroich ist für Familie Fabich immer einen Besuch wert. Für Kinder jeden Alters bietet er spannende Abenteuer mit Tiergehege, urigen Brücken, überwucherten Seen und Flüssen. Höhepunkt sind die Eisvögel. FOTO: Berns
Neuss. Heute oder am Wochenende noch nichts vor? Wie wäre es nach den harten Arbeitstagen mit etwas Entschleunigung und einem gemütlichen Spaziergang mit den Liebsten? Wir haben drei Routen im Rhein-Kreis abgelaufen, die wir Ihnen empfehlen möchten.

Altstadt und Natur Von Zons aus führt der erste NGZ-Frühlingsspaziergang entlang des Rheins, über Stürzelberg und zurück ins mittelalterliche Zons. Startpunkt ist der Herrenweg in Zons Richtung Norden, vorbei an der Autofähre bis ins Naturschutzgebiet Zonser Grind. Am Rhein entlang gibt es viel zu entdecken. Zur Linken erstrecken sich Wiesen und Felder, zur Rechten rauscht der Rhein vor sich hin. Das erste Etappenziel ist das Fährhaus Pitt Jupp, das auch zur Einkehr dient. Am besten schmecken die Getränke bei einem Blick aufs Wasser und die verkehrenden Schiffe.

Von dort aus geht es weiter nach Stürzelberg. Im Ort angekommen führt die Tour nach rechts über die Oberstraße in Richtung Dorfplatz. Bereits von weitem ist die Pfarrkirche St. Aloysius zu sehen. Über die Feldstraße führt der Weg allmählich zurück nach Zons. Zwischenstopp ist die Zonser Heide. Der große Wald und der Spielplatz in der Mitte laden zum Verweilen ein. Am Ende des Waldes geht es nach links über die Nievenheimer und Stürzelberger Straße in Richtung Zonser Altstadt. Den Anfang markiert der Schweinebrunnen. Wer durch die kleinen Gassen und engen Straßen wandelt, begibt sich auf die Spur der ehemaligen Bewohner der Burg Friedestrom. Die Zonser Mühle , der Juddeturm und das Kreismuseum sind markante Punkte, der im siebten Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnten Zollfeste Zons.

Eisvögel bestaunen

Grevenbroich steht nicht nur für Tagebau und Strom. Das erkennt der Spaziergänger, wenn er den Bend, die "grüne Lunge" der Stadt, besucht. Sogar der in Europa stark dezimierte (aber nicht mehr bedrohte) Eisvogel lässt es sich dort gut gehen. Start- (und End-)punkt des Wanderwegs ist Evita Beach am Flutgraben. Nach dem Überqueren der Bahnlinie beginnt der Bend, wo dem Spaziergänger die Erft in ihrer natürlichen Form zu Füßen liegt. Der Weg führt entlang Schilf bewachsener Ufer, wo hin und wieder der schrille Pfeifton des Eisvogels zu hören ist. Wer gut aufpasst, entdeckt mit etwas Glück den zweimaligen Vogel des Jahres (1973 und 2009) schon dort. Weiter führt der Pfad zum Tiergehege. Kurz vor einer Grillhütte können Sie in Richtung einer urigen Brücke, die einen See überquert, abbiegen. Auch dort sind Eisvögel beheimatet. Hinter dem Autobahntunnel biegen Sie rechts ab und kurz darauf nach links auf die Kaiserallee Richtung Gustorf. Am Ende der Straße wieder links, bis Sie eine Brücke über die Erft führt. Am anderen Ufer spazieren sie entlang des Flusses nach Norden Richtung Grevenbroich zur Startposition.

Oasen der Großstadt Schöne Alleen, stille Parks, beeindruckende Zeugen von Kunst und Technik. Das ist nicht Wien oder Paris. Die Rede ist von Neuss. Starten Sie am Kulturforum Alte Post und folgen Sie der Allee der Promenaden. Vorbei an der Gedenkstätte zur Pogromnacht und durch den Stadtgarten vorbei am Blut- und Wasserturm erhalten Sie einen Blick auf die Reste der geschliffenen Zitadelle und auf den Rosengarten. Hinter Novotel wird die Selikumer Straße gequert, wo das 1809 von Napoleon in Auftrag gegebene Epanchoir zu sehen ist. Folgen Sie der Straße bis zum Selikumer Weg. Um dort den Reuschenberger Wald zu betreten, müssen Sie die steile Brücke überwinden. Dann geht es weiter geradeaus bis zur Pomona. Ein Weg umkreist die 50 Jahre alte Siedlung. Überqueren Sie danach die Bergheimer Straße und halten sich links in Richtung A57. Ehe Sie sich versehen, folgt auf der rechten Seite der Eselpfad. Dem folgen Sie bis zur Unterführung der Jülicher Straße. Jetzt geht es immer an der Straßen- und Bahntrasse entlang über den Konrad-Adenauer-Ring, Grefrather Weg bis zur Preußenstraße. Hinter dem Bahnübergang weist die Deutsche Allee den Weg zur Drususallee, gesäumt mit herrlichen Jugendstilhäusern bis zu ihrem Ende am Hamtor. Kilian Tress

Quelle: NGZ
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